Baustelle Kupferdreh

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Shutterspeed
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Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Donnerstag 25. November 2010, 21:51

Ich hole mal das Thema ins neue Forum - das zieht sich ja bis etwa Mitte 2013 + X Hier möchte ich Euch die Gelegenheit bieten, einmal zu sehen, welche Fortschritte es zu dem neuen Haltepunkt gibt und Bilder zur Problematik in diesem Bereich.

Hier ist eine typische Kupferdreher Situation zu sehen, der BÜ - Bild 1:

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Der Feierabendbus wartet nicht.... der BÜ - Bild 2:

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Auf der Rampe zur Brücke des neuen Haltepunktes liegen noch Pflastersteine für die Terrasse des Restaurants "Lukas":


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Mal wieder etwas frisches aus Kupferdreh. Da wäre zunächst die Brücke über die später mal die S9 rollen soll. Zwischenzeitlich wird der graue Beton verkleidet (so, als hätte man die Brücke aus Steinen gemauert):

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Heute war auf dem BÜ wieder mächtig viel los. Mein gezählter Rekord lag bei 22 Personen, die vor der S9 nach Bottrop über den geschlossenen BÜ latschten.

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Diese Rennerei ist unverständlich, denn die Busse stecken sowieso in der Rush Hour fest (Bahnstraße, Essen-Kupferdreh):

[img]http://www.abload.de/img/bahnstrasse_k-drehj3yk.jpg[/img

Die Prinz-Friedrich-Straße ist nun teilweise nicht mehr vorhanden. Man hat den alten Bahnsteig nach Wuppertal (der schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb war) abgerissen und bereitet nun den Untergrund für das Brückenbauwerk vor. Für den Bahnbetrieb ist das zunächst ohne Bedeutung. Für die Anwohner aber eine Umstellung. Das ganze sieht derzeit so aus:

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In Kupferdreh geht es Stück für Stück voran. Heute hatte ich erfahren, dass ein provisorischer BÜ etwa Ende Juli, Anfang August für den Straßenverkehr unter der neuen Brücke freigegeben werden soll. Der Verkehr fließt dann durch die Poststraße über die S-Bahnlinie...so sieht das aus:

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Der alte BÜ soll nur noch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein, wobei das hier keine offiziell bestätigte Info ist, sondern nur auf´m Bau erzählt wird. Der Aufnahmestandort zeigt den zukünftigen Verlauf der Strecke. Ich denke das der Haltepunkt den Stadtteil Kupferdreh deutlich aufwerten wird.

Das EVAG Datum war eine vorläufige Zielsetzung. Der BÜ wächst und bald wird die Signaltechnik anrollen. Problematisch ist der Höhenunterschied zwischen der Poststraße und der Prinz-Friedrich-Straße. Hier wird mit Volldampf dran gearbeitet, weil die Zielsetzung ja kein Provisorium ist, sondern die Straße den Endzustand bilden muß um den Verkehrsfluss zu gewährleisten.
Wenn man irgendwo in der Pampa einen neuen Bahnhof baut, hat man ja Platz ohne Ende. In Kupferdreh hingegen, baut man inmitten einer alltäglichen Betriebssituation. Das ist ziemlich schwierig. Hier nochmal drei Bilder:
(@Ralf: Die Projektleitung hat Kenntnis von meiner Internetverwendung der Bilder - gibt also keinen Stress).

Hier geht dann also hoch (i.R. Wuppertal):

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Eine Aufsicht auf den zukünftigen BÜ mit Blick zur Poststraße:

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Dieses Bild ist schon etwas älter, aber es zeigt schön, auf welche Höhe der zukünftige Haltepunkt sein wird:

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Edit: Tja Moritz, Du solltest Dir - wie ich - einen nervösen Reizmagen anschaffen. Dann ist die Leibesfülle kein Problem mehr! Ich liebe eingelegten Hering, doch wenn ich einen esse kann ich Löcher in Beton spucken :cry:

Die "neue" Prinz-Friedrich-Straße" ist fast fertig. Somit dürfte dann auch der Verkehr über den neuen BÜ rollen. Dieser ist schon aktiv, soll aber wie ich hörte, in der ersten Zeit noch von Büps gesichert werden, bis die Technik komplett steht. Der alte BÜ soll während der gesamten Bauphase für Fußgänger geöffnet bleiben (was mir gegenüber aber nicht offiziell bestätigt wurde). Hier ein Blick auf die fast fertige Straße am neuen BÜ:

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Sag´zum Abschied leise Servus. Die "alte" Prinz-Friedrich-Straße weicht dem Standort des neuen Haltepunktes:


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Zur Zeit laufen in Kupferdreh weitere Arbeiten auf der Fläche der ehemaligen Prinz-Friedrich-Straße. Unverständlich ist die Reaktion mancher Anwohner, die über Jahre gemeckert hatten, weil Kupferdreh so unattraktiv ist. Nun wird das geändert und man ist schon wieder nicht zufrieden. Das geht nicht und das auch nicht. Lösung: Mal zwei Jahre die Klappe halten und mit ein bisschen Verstand der Ausnahmesituation begegnen. Wie heißt es noch so schön: Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Übrigens: Wer meine Bilder (Baustelle Kupferdreh) kennt, wird feststellen, dass Personen darauf unkenntlich gemacht wurden. Ich wurde darum gebeten....verstehen tue ich es nicht, aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich - daher habe ich dem Wunsch entsprochen!
Hier nun die ehemalige Straße:

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Auf Gleis 1 in Richtung Wuppertal ist plötzlich eine H-Tafel aufgetaucht. Das ist nun eine ganz tolle Idee, denn der hintere Teil des Zuges ist für den Tf jetzt nicht mehr zu sehen :roll: Die rote Linie im Bild markiert die Distanz, die für eine Übersicht immer eine gute Garantie war. Wer diesen Unfug verzapft hat, sollte jetzt zumindest so Konsequent sein und einen Spiegel aufstellen.

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Donnerstag 25. November 2010, 21:58

So, nachdem jetzt alles im neuen Forum ist, kann ich sofort die Antwort auf die Frage geben, die kurz nach dem Aufstellen der H-Tafel aufkam. Der Grund ist offensichtlich. Man hat Platz gebraucht. Mehr dann, wenn ich das wesentliche Material aufbereitet habe:

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 26. November 2010, 19:21

So, hier kommt der Neustart zum Thema. Kupferdreh "entwickelt" sich:

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Schweres Gerät für den Spezialtiefbau:

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So langsam kommt man "aus dem Loch"...ein schwieriger Arbeitsabschnitt:

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Ein Anblick, der in ein paar Jahren Geschichte sein wird:

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Harte Arbeit an den Fundamenten - das ist echt Knochenarbeit:

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Aber alles wächst in die Höhe...kommt bald die "Winterbremse"?

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Wer sich über die Standorte wundert: Ich fotografiere seit 12 Jahren auf Baustellen. Eine Baumarktweste für 3,50€ reicht da nicht. Es gibt zahllose Stellen, wo man sich die Knochen polieren kann, die muss man kennen und lernen, wie man sich da zu bewegen hat...ich kann nur davon abraten, einfach loszulatschen...die Regeln da, haben ihren Grund und die bekommt man bei einer Einweisung. Die Baustelle Kupferdreh wird leider wohl meine Abschiedsarbeit und hoffe, dass die Bilder irgendwann, wenn ich "unter´m Torf" liege, einen historischen Wert erlangen.
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Affe » Montag 21. Februar 2011, 00:46

Hi Shutterspeed und danke für Deine Dokumentation über den Verlauf der Baustelle und die Informationen über die Ziele des Umbaus. Ich habe nun zum ersten mal gelesen, was denn da überhaupt gebaut werden soll.

Hört sich zumindest sehr interessant an, und es geht ja nun auch mit großen Schritten vorwärts. Der vorrübergehende Umweg, den man nehmen musste, wenn man in Richtung Wuppertal ausstieg, ist nun endlich wieder aufgehoben, das habe ich heute festgestellt. Nun gelangt man wieder auf gewohntem Wege zum alten BÜ und muss nicht hintenrum über den Matschweg laufen, was bei Regen die reinste Katastrophe war.

Ich bin gespannt, wie sich die Arbeiten bis zum Sommer entwickeln und wie lange es überhaupt noch dauert, bis es fertig ist. Ich kann mir vorstellen, dass das alles verdammt viel Arbeit ist und Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem glaube ich nicht, dass es bis 2013 dauern wird. Dafür geht es meines Erachtens zu schnell voran! Vielleicht liege ich auch falsch bzw. habe einfach noch keine konkrete Vorstellung, wie es denn nun nachher aussehen wird.

Gibt es evtl. irgendwelche Konzept-Artworks? Bestimmt, oder? Irgendjemand muss es ja vorher grafisch umgesetzt haben—gehört ja zur Planung ;)

Ich hoffe, dass dann noch Geld für 2 Uhren übrig bleibt, denn die fehlen am Kupferdreher Bahnhof ja komplett, was mir (und nicht nur mir) bis heute ein absolutes Rätsel ist.

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Montag 21. Februar 2011, 13:50

Nach den erheblichen Problemen bei der Gründung hatte man einiges an Zeit verloren. Das für 2013 angedachte Ende des Projekts wird sich unter Umständen noch nach hinten verschieben. Im Moment sieht alles noch ziemlich harmlos aus, aber wenn der obere Teil gebaut wird, geht es richtig zur Sache, denn man muss eine 200 Meter lange Brücke auf den Fundamenten stellen. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch einiges an Zeit. Es gilt auch zu bedenken, dass noch eine Fülle von Feinarbeiten auszuführen sind....das ist aber erst möglich, wenn die Gleisbauer ihr Werk verrichtet haben. Die ganze Technik, die installiert werden muss, gehört ja auch noch dazu, bevor irgendetwas auf der Brücke rollen darf. Vieles muss noch neu berechnet werden, aber der zunächst befürchtete Stillstand der Baustelle wird ausbleiben...es geht weiter. Ich werde auch weiterhin berichten!
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Sonntag 27. Februar 2011, 11:41

Nachdem die "Führungsliga" unserer Stadt gerne den Gedanken vom allgegenwärtigen Idealzustand kultiviert, war es kein Wunder, dass man bei Komplikationen beim Bau des neuen Haltepunktes sofort wieder das "Feindbild Bahn" ausgegraben hatte :roll: Sofort kam es zu einer negativen Berichterstattung in den Zeitungen. Wenn aber die Damen und Herren der eben erwähnten "Führungsliga" was verbockt haben, dann vernagelt man alle Fenster und Türen. Was soll´s, allen Unkenrufen zum Trotz ist auf den nachfolgenden Bildern zu sehen, dass das Projekt Hp. Kupferdreh stetig wächst und sichtbare Formen angenommen hat. Zunächst einmal ein Panorama über den gesamten Bauabschnitt:


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Der Beton kommt aus den Löchern und zeigt, was er einmal tragen wird:

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Man kann erkennen, wie groß der Aufwand ist, damit die notwendige Stabilität gewährleistet wird:

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Ein Haltepunkt, wie er hier entsteht, ist alles andere als eine normale Einrichtung. Daran sollten die Kritiker denken, bevor sie sich darüber auslassen:

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Der Weg durch den Schlamm der Winterzeit ist nun auch Geschichte. Der Zugang zum Bahnsteig in Richtung Wuppertal:

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 14. Mai 2011, 14:08

Aktuell müssen die Fahrgäste, die die S9 in Richtung Wuppertal verlassen, oder in Kupferdreh einsteigen wollen, wieder einen Umweg in Kauf nehmen. Die Bauarbeiten rücken wieder näher an den derzeitigen Gleisbereich heran. Die Schalungstechnik benötigt den Platz für den weiteren Bau der Brücke. Wie üblich halten sich einige renitente Beförderungsfälle mal wieder nicht daran :roll: Manche Dinge ändern sich wohl nie :x

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Dienstag 31. Mai 2011, 20:57

Eine schwieriger Bauabschnitt nähert sich offenbar dem Ende. Nach den Problemen mit der Gründung heisst es jetzt wohl: Raus aus dem Loch !!
Man sieht, dass nur noch wenige Pfeiler in der Schalung sind und dieser Teil der Komplikationen wohl durchstanden ist. Trotzdem ist das Datum der Fertigstellung (2013) wohl vom Tisch. Die aktuellen Bilder:

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...to be continued... :)
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Dienstag 7. Juni 2011, 21:11

Jetzt dürfte so ziemlich jeder erkennen können, wie es später einmal aussehen soll. Einen vergleichbaren Hp. wird´s dann auch nicht an jeder Ecke geben. Die Kupferdreher sollen nicht jammern - andere sind jetzt schon neidisch. Der Zustand vom 07. Juni 2011 :

Die Büps haben so ihre Probleme mit dem lieben Volk in Kupferdreh. Manche machen einfach was sie wollen und haben noch große Klappe :roll:

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Viele Tonnen Material sind bis jetzt verarbeitet worden, damit später alles festen Boden unter den Füßen hat:

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Auch hier sieht man die solide Bauweise sehr deutlich:

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Wenn wie dort üblich auf H-Tafel gefahren wird, dann dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis einer der Beförderungsfälle keinen Bock auf den Umweg hat und geradeaus läuft - was derzeit kein Problem ist. Nur am Ende des Weges ist dann eben dicht und zurück das ganze :)

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Die Völkerwanderung zum Bus, Parkplatz, nach Hause, in die Kneipe.........das wird noch lange so bleiben!

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Affe » Dienstag 7. Juni 2011, 21:41

Danke Dir für die neuen Fotos (im letzten hast Du übrigens vergessen, die Gesichter unkenntlich zu machen) :-)
Ja man sieht dass es mit Riesenschritten vorwärts geht.

Bescheuerte mit großer Klappe gibt es immer und überall, das ist nunmal leider so. Zu den Büps muss man aber auch sagen, dass sie den Durchgang teilweise derart verfrüht dicht machen, dass man den Unmut einiger auch manchmal gut verstehen kann. Ich selbst war auch schon in der Lage, dass ich die Bahn, die auf der anderen Seite fuhr, nicht mehr mitbekommen habe, nur weil die Jungs schon 7 oder 8 Minuten (!!!!) vorher das Ding zugemacht und keinen mehr durchgelassen haben. Das kommt auch vor, wenn die S9 aus Wuppertal nur wenige Minuten Verspätung hat. Dann machen die Herren nämlich nach dem eintreffen der Bahn nicht mehr auf, sondern warten direkt noch die Bahn aus der Gegenrichtung ab! Alles schon erlebt.

Und dann steht man da und muss zusehen, wie seine Bahn, die man eigentlich locker hätte mitbekommen (immerhin hält die ja sogar vor dem Bahnübergang an, also ist die Gefahr nicht wirklich so groß), langsam an einem vorbeirauscht. Wenn man aus Essen kommt und nach Kupferdreh reinwill, kann es auch schonmal vorkommen, dass man—vielleicht sogar im Regen—mehrere Minuten da stehen muss, obwohl die Büps die Leute locker noch drüberlassen könnten. Erst recht wenn sie genau wissen,dass die Bahn wenige Minuten später kommt. Also da habe ich auch schon die ein oder andere unnötige Aktion seitens der Büps gesehen. Dass sich dann ein paar Fahrgäste darüber aufregen, ist für mich dann absolut nachvollziehbar.

Es kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein, dass man immer vorsichtshalber 15 Minuten früher zum Bahnsteig kommt, nur weil man damit rechnen muss, sonst evtl. die A-Karte zu haben.

In diesem Sinne, beste Grüße und nochmal Danke!
Der Affe

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Mittwoch 8. Juni 2011, 15:19

Hi! Nö, auf´m letzten Bild sind die Pfeiler wichtiger - da hab´ ich mir das Soften mal gespart. Nun, was die Büps betrifft, meine ich zu wissen, dass die Kommando vom EBA vor Ort bekommen hatten und deutlich früher zu schliessen haben, als der BÜ mit Halbschranken (Poststraße). Ein Typ wollte mal in Richtung Wuppertal, kam nicht an den Büps vorbei, also rannte er über den Bahnsteig i.R. Essen Hbf, sprang ins Gleis, flitzte um die 422 herum und wollte einsteigen :shock: Der Tf sah das anders und hatte die Türen dicht gelassen :!: Man kann´s ja nicht jedem Recht machen, aber wenn ich ein Büp wäre und "Kommando" bekommen hätte, dann lieber Job als Jobcenter. Das nervt zwar manchmal alles, aber es ist - so kann man sich trösten - nur befristet. Mist war allerdings, dass am BÜ Poststraße mal wieder der Rettungswagen warten musste. Irgendwann ist das alles Geschichte. Heute wurde einer der gestern noch in der Schalung befindlichen Pfeiler aus´m Mantel geschlagen:

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Mittwoch 8. Juni 2011, 15:38

Moin,

ist schon grausam daß man als Büp dort unter den Bedingungen arbeiten muss.
Aber leider ist die "Kupferdreher Klientel" schon immer so gewesen. Ob Bü zu oder nicht
war den meisten eh egal!

Aber zum Thema Pfeiler, mal sehen wann die die erste Lackierung bekommen :)


Gruß

Eric
Zuletzt geändert von Ruhrpottfahrer am Mittwoch 8. Juni 2011, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Affe » Mittwoch 8. Juni 2011, 15:52

Sekunde....das jetzt als "Kupferdreher Klientel" abzustempeln, klingt nicht gerade sehr intelligent von Dir. Oder nenn mir einen einzigen Ort/Stadtteil oder Land, in dem es kein solches "Klientel" nicht gibt. Es ist überall so: wo Menschen sich nicht richtig behandelt fühlen oder die Geduld überstrapaziert wird, da wird sich Luft gemacht und da werden die Regeln auch mal ignoriert. Der eine macht es auf asozialem Niveau, der nächste macht es anders. Ich selbst bin z.B. auch verdammt geduldig und immer recht entspannt, war aber halt auch schon in der Situation, dass ich dort (wie ich finde) unnötig lange warten musste und habe das dann auch gegenüber der Büps zum Ausdruck gebracht—und zwar freundlich und sachlich. Und ja, ich bin auch Kupferdreher, stell Dir das vor!

Fakt ist, dass es für alle derzeit eine schwierige Situation ist, die man aber—zumindest teilweise—besser regeln könnte.
Ich verstehe sowohl die Büps, die nach Order arbeiten, aber ich verstehe auch die andere Seite. Für die Leute, die wirklich gar kein Bisschen Geduld haben und sich da einiges rausnehmen, für die habe ich dagegen auch überhaupt kein Verständnis.

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Mittwoch 8. Juni 2011, 15:59

Doch, denn es war in Kupferdreh schon immer so, daß um den Bü rum gelaufen wurde auch wenn er zu war, direkt hinter der S-Bahn das Gleis gequert wurde auch wenn noch der Gegenzug kam etc.

Ich hab das noch nirgends so extrem erlebt wie in Kupferdreh.


Gruß

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Mittwoch 8. Juni 2011, 19:51

Tja, leider hat Ruhrpottfahrer Recht. Mein persönlich gezählter Rekord lag bei 21 Personen die kurz vor der Fahrt einer S9 nach Haltern am See über den geschlossenen BÜ liefen. Kupferdreh war in diesem Punkt immer eine "heiße Angelegenheit". Es gibt aber viele BÜ´s, wo einem die Nackenhaare hochgehen....(aber jetzt bitte nicht wieder YouTube Videos). Um beim Thema zu bleiben: In nächster Zeit beginnen die Arbeiten "ganz oben" an der zukünftigen Brücke und das wird einige interessante Anblicke bieten.

@ Affe: Natürlich sind nicht alle Kupferdreher in einem Topf zu werfen, aber wenn Du in der Gegend lebst, dann betrachte Dir mal gewisse Zeitgenossen, die sich auf´m Markt herumtreiben :roll:
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Ralf_E » Freitag 10. Juni 2011, 11:27

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:Doch, denn es war in Kupferdreh schon immer so, daß um den Bü rum gelaufen wurde auch wenn er zu war, direkt hinter der S-Bahn das Gleis gequert wurde auch wenn noch der Gegenzug kam etc.

Ich hab das noch nirgends so extrem erlebt wie in Kupferdreh.


Gruß

Eric


Das ist in Hösel auch nicht anders...

Mein trauriger Höhepunkt ist ein silbern/grünes Auto mit blauen Lampen auf dem Dach (ausgeschaltet), was kurz vor meiner Einfahrt an den Bansteig noch slalom um die Schranken fuhr...
Am Bü hab ich meist noch so 80km/h drauf...

Zum Glück konnte ich noch das Kennzeichen sehen...
Ob die Beamten immernoch nur Innendienst schieben? :lol:


Also der ganz normale Wahnsinn an deutschen Bahnübergängen...
Eisenbahnfahrzeugführer bei der DB Fernverkehr AG, SC Dortmund.
Fahrberechtigt auf den BR: 101, 110 (115), 111, 112, 120, 143, 145, 146.0-2, 401/402/808, 403/406, 407, 420, 422, 423, 425/426, S286/287, S463-477, S479-483, S761-S766, S796, VT98.
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Freitag 10. Juni 2011, 11:35

Moin,

immherin ist in Hösel in der Hinsicht auch ein Ende abzusehen. Die Brücke nimmt ja Formen an.


Gruß

Eric
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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Dienstag 14. Juni 2011, 20:11

Jetzt geht es in für alle sichtbare Fortschritte weiter. Man fängt damit an "den Deckel" zu bauen. Jetzt muss die Hammelherde (Fahrgäste) durch eine Holzunterführung laufen :)

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 17. Juni 2011, 21:09

Jetzt haut man aber richtig rein...innerhalb kürzester Zeit wächst die Baustelle in die Höhe - eine aufwendige Schaltechnik kommt zum Einsatz - hier mal ein Panorama vom BÜ :

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Hier noch ein Ausschnitt aus einem Flyer, den ich mal via E-Mail von der Stadt Essen bekommen hatte:

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Re: Baustelle Kupferdreh

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 18. Juni 2011, 20:33

Die Bürger im Ort werden jetzt neugierig, denn die Aktivitäten auf der Baustelle deuten nun für jedermann auf eine Brücke hin. Heute wurde ich gefragt, ob denn genug Eisen im Beton ist :roll: Nö, die haben Klingeldraht genommen :) Hier der heutige Stand der Arbeiten:

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Ab und zu zeigten sich noch Schauer und Gewitter über dem derzeitigen Haltepunkt:

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