S-Bahn in Rußland

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S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 9. Februar 2011, 12:46

электри́чка Elektritschka S Bahn im Russland

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektritschka

So weit ich weiß fuhren nach den Krieg dort auch ein paar Berliner S Bahn wagen in Moskau, Kiew, Tallinn als Reparationen. DRG-Baureihe ET 167 und DRG-Baureihe ET 166 müsste es gewesen sein ob noch andere Baureihen betroffen wahren und wie viele und welche Nummern entzieht sich meiner Kenntnis.

46 Viertelzügen der Baureihe 167 sollen betroffen gewesen sein.

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Cmbln
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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Cmbln » Mittwoch 9. Februar 2011, 12:47

Ich war 1988 mal mit meinen Eltern in Moskau... wir sind da aber leider nur U-Bahn gefahren.. keine S-Bahn.

Die U-Bahn ist allerdings der Hammer! Absolut eine Reise wert...
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Meeresbiologe
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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 9. Februar 2011, 12:48

Reparationsleistungen an die Sowjetunion. Von dem ohnehin durch den Krieg schon mehr oder minder zerstörten Wagenpark mussten davon nicht weniger als 287 Einzelwagen ihre Reise in die Sowjetunion antreten (1952 kam eine geringe Anzahl von Wagen zurück).
Quelle Wikipedia

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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 9. Februar 2011, 12:49

Gute Infos mit Bildern:

http://www.stadtschnellbahn-berlin.de/b ... rbleib.php


Elektriraudtee

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektriraudtee


Hat jemand Bilder von der Berliner S Bahn im Russland?

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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 25. Januar 2012, 23:08

Wow Holzsitze in der S Bahn da werden Erinnerungen Wach.

Elektritschka (russisch электри́чка)
Holzbänke in einer Elektritschka der Baureihe ЭР2 (ER2)
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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Freitag 20. Juli 2012, 09:25

Moskauer Vorortstrecken reichen bis zu etwa 200 km ins Umland. ist das Rekord?

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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon alexejd » Mittwoch 8. Januar 2014, 11:28

Demnächst bekommt Moskau ja eine echte S-Bahn (im Gegensatz zu der eher als Vorortbahn zu bezeichnenden "Elektritschka"), nämlich die Ringbahn.

Hier die offizielle Homepage (auch auf englisch):

http://mkzd.ru/

Die Eröffnung war für 2015 geplant, inzwischen ist allerdings von Verzögerungen bis 2020 die Rede (offensichtlich wird 2015-2016 ein Teilstück eröffnet, mit der Gesamtaufnahme ist dann erst später zu rechnen). Die Länge beträgt 54 km, die Umlaufzeit soll 90 Minuten betragen (kommt mir etwas lange vor, eigentlich wäre mit 80 Minuten zu rechnen), mittelfristig wird mit 250-280 Millionen Fahrgästen pro Jahr gerechnet. Zu dem Betriebsprogramm liegen bisher nur bruchstückhafte Informationen vor, es zeichnet sich aber ein 10 bis 12-Minuten-Takt tagsüber ab (Abends bis zu 15 Minuten), in der HVZ 5 Minuten. Als Betreiber wurde die Moskauer Metro ausgewählt, es wird auch einen einheitlichen Tarif mit der Metro geben (http://stroi.mos.ru/news/gup-moskovskii ... k-na-mkzhd). Diese will allerdings in einer Ausschreibung einen Subunternehmer für den Betrieb im engeren Sinne beauftragen. Die Ausschreibung soll im Februar 2014 (also kommenden Monat) stattfinden (http://mkzd.ru/press/smi/317/).

Die Ringbahn wurde etappenweise zwischen 1903-1908 eröffnet, sporadischen Personenverkehr (hauptsächlich Arbeiterzüge) gab es bis in die 30er Jahre. Ansonsten wurde sie nur für den Güterverkehr benutzt, verbindet sie doch alle 10 radial von Moskau ausgehenden Eisenbahnstrecken miteinander. Ursprünglich handelte es sich um 12 Bahnhöfe auf der Strecke, die Zahl der Haltepunkte der S-Bahn soll 31 betragen, wovon 12 Umsteigeverbindungen zur Metro bieten werden, teilweise aber mit recht langen Wegen. An allen Stationen sollen bequeme multimodale Umsteigekomplexe zum städtischen Nahverkehr und P+R-Plätzen entstehen. Im Rahmen des Projekts werden große Teile des Ringes 3gleisig ausgebaut und der gesamte Ring elektrifiziert.

Das Zugmaterial wird voraussichtlich Siemens Desiro in einer leicht modifizierten Version mit weniger Sitzplätzen und mehr Türen sein.

Gleichzeitig läuft ein Ausbauprogramm für die 10 Radialstrecken, die allesamt 4 bis 6-gleisig ausgebaut werden und so getrennte Gleise für den Vorortverkehr erhalten. Nach Abschluss der Rekonstruktion wird mit jährlich insgesamt 1 Milliarde Fahrgästen im Moskauer Stadt- und Vorortverkehr gerechnet.

Eine Besonderheit sind die "Sputnik"-Züge, die auf eigenen Gleisen mit nur wenigen Halten Siedlungsschwerpunkte in den näheren Vororten (20-30 km Radius) schnell und bequem mit der Innenstadt verbinden. Auf der wichtigsten "Sputnik"-Strecke in den Nordosten fahren die Expresse im Berufsverkehr alle 15 Minuten und tagsüber stündlich. Ebenfalls einen dichten Takt weist die Südöstliche Strecke auf. Auf 4 anderen Linien gibt es dagegen bislang nur unvertakteten und weniger dichten Verkehr, dort fehlen auch eigene Gleise. Eine einfache Fahrt z.B. Moskau - Mytitschi (etwa 25 km in 18-20 Minuten) kostet 95 Rubel (ca. 2,30 €), was aber wesentlich teurer ist, als mit der einfachen Elektritschka.

Weiterhin sind die "Aeroexpresse" (privat betrieben) erwähnenswert, Schnellzüge zu besonderen Tarifen (in der 2. Klasse 340 Rubel, umgerechnet etwa 8 €), zu den 3 Moskauer Flughäfen. Diese fahren im Halbstundetakt, die Fahrt dauert je nach Flughafen zwischen 30 und 40 Minuten. Wegen der Stauanfälligkeit des Straßenverkehrs sind diese für die Fahrten vom und zum Flughafen unbedingt zu empfehlen. Sie sind zwar um ein mehrfaches teurer, als die Fahrt mit städtischem Bus (hier ist eine Fahrt inklusive Umsteigen auf die Metro für 50 Rubel möglich bzw. Tagesticket für Metro und alle kommunalen Busse, Trolleybusse und Straßenbahnen für 200 Rubel), aber wesentlich billiger als mit dem Taxi. In Zukunft sollen hier neue Doppelstockzüge fahren. http://www.aeroexpress.ru/

Der gewöhnliche Vororteverkehr ist dagegen bislang wenig strukturiert. Im Berufsverkehr fahren auf jeder der 10 sternförmig auf die 9 Moskauer Kopfbahnhöfe zulaufenden Strecken unvertaktet bis zu 10 Zügen in der Stunde, auf der wichtigsten Südoststrecke teilweise mehr. Außerhalb des Berufsverkehrs sind es 3-5 Züge pro Stunde, wobei immer noch die etwa zweistündige technologische Lücke auf Vormittag nachteilig ins Gewicht fällt. Ebenso fehlt bislang eine tarifliche Integration der Elekritschkas. Dadurch entsteht auch ein nachteiliger Effekt, dass zahlreiche Fahrgäste die erste Umsteigemöglichkeit in der Stadt zur Metro nutzen und diese Umsteigeknoten sehr stark belastet sind (z.B. Vykhino im Südosten). Ein Teil der Züge lässt einzelne Stationen aus, was die Benutzung unübersichtlich und schwierig gestaltet. Man hat sich vorgenommen, die Angebote stärker zu strukturieren, zu vertakten und insgesamt auszuweiten. Bis zu einem wirklich attraktiven Angebot ist es hier aber ein weiter Weg. Fahrpläne aller durch staatliche RZD betriebenen Vorort-Züge sind hier zu finden: http://pass.rzd.ru/timetable/public/ru? ... E_ID=5104&

Ansätze eines schnellen Regionalverkehrs gibt es mit den privat betriebenen "Reks"-Zügen (Abkürzung von Regionalexpress), bislang allerdings nur wenige Verbindungen am Tag und nicht auf allen Strecken. http://rex-express.ru/ Da "Reks" in Russland zugleich ein populärer Hundename ist, dient natürlich ein Hund als Maskottchen. Ein anderes schnelles Produkt im Regionalverkehr heißt "Konzept". Dieses bedient die nahesten Großstädte des "Goldenen Ringes" in bis zu 200 km Entfernung von Moskau, meist 3x täglich, aber auch größere Städte in der Region.

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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Sonntag 10. Mai 2015, 15:12

Wird sich den die Zug Lieferung verzögern wegen der Krise und des Embargos?

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Re: S-Bahn in Rußland

Beitragvon Meeresbiologe » Montag 31. Oktober 2016, 11:23

Mal eine frage an die Russland kenner warum haben die bahnen ein so großen scheinwerfer oben?

https://www.youtube.com/watch?v=_rO1cSx-zZU


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