RER Paris

ChrisBln
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RER Paris

Beitragvon ChrisBln » Freitag 14. Januar 2011, 16:16

Ich war ja gerade ein Jahr in Paris und kann also vielleicht ein paar Dinge beitragen.

Zur Netzstruktur:
Um die zu verstehen, ein kurzer Exkurs zur (politischen) Geographie von Paris: Paris selbst ist flächenmäßig relativ klein, hat ungefähr die Fläche von Berlin innerhalb des Rings, auf dieser Fläche leben allerdings 2,5 Mio. Menschen - - und das merkt man auch in der Dichte der Bebauung, am Verkehr, an der Menge von Menschen überall...
Auf der gesamten Stadtfläche des Ballungsraumes Paris rund 10 Millionen Menschen, klares Zentrum von Arbeitsplätzen ist aber Paris und das angrenzende Geschäfts- und Hochhausviertel La Défense.

Die Stadt Paris selbst wird überwiegend von der Métro bedient. Diese weist im Gegensatz zur Berliner U-Bahn sehr kurze Haltestellenabstände und einen äußerst dichten Takt auf (HVZ 2-3 Min, kurz vor Betriebsschluss noch 7 Min Taktabstände).
Die "Banlieues" (Vorstädte, also alles, was zur Agglomeration, aber nicht zur Stadt Paris gehört) werden bis auf einige kurze Metroäste mit dem RER an Paris angeschlossen.

Der RER besitzt 5 Linien, die aber eher 5 Stammstrecken entsprechen, da jede Linie sich in mehrere Äste aufteilt. So hat der RER A, der Paris von West nach Ost durchquert, im Westen 3 und im Osten 2 Äste, der RER B, der eine Nord-Süd-Verbindung schafft, jeweils 2. Der RER C ist noch wesentlich komplizierter strukturiert, da sich zum Teil Äste der entgegengesetzten Linienenden treffen.

Zwei Perlschnüre als Anschauungsmaterial:
RER A: http://www.ratp.info/orienter/f_plan.php?fm=gif&loc=reseaux&nompdf=rer_a&lang=

RER C: http://www.transilien.com/web/webdav/shared/documents/plans/pdf/ligne_B.pdf

So, und jetzt wird's noch interessanter: Nicht jeder Zug bedient alle Haltstellen, sondern es gibt Züge, die nur einen Teil der Strecke bedienen (und dann meistens an allen Unterwegsbahnhöfen halten) und Züge, die bis zur Endstation fahren, aber nicht alle Stationen bedienen.

Entstehung

Das RER-System stammt aus den 70er-Jahren. Damals endeten alle Vorortzüge an einem der Pariser Kopfbahnhöfe und bedienten somit nur Vororte auf einer Seite der Agglomeration. Diese verschiedenen Linien wurden nun durch Tunnel in großer Tiefe (und mit wenigen Stationen im Vergleich zur Metro) verknüpft. Erste Linie war dabei der RER A, mit dem zusätzlich das gerade entshende Hochhausviertel La Défense angebunden wurde. Dieses neue System hatte zwei Vorteile:
* Die Vorortzüge erreichten nun direkt das Stadtzentrum, das Umsteigen auf die Metro an einem der Bahnhöfe entfiel
* Es entstanden Verbindungen von gegnüberliegenden Vororten, die mindestens zwei Umsteigevorgänge (Zug->Metro->Zug) sparten.

Das System war überaus erfolgreich, übertraf schnell alle Fahrgastprognosen und der RER A war schnell - und ist trotz einiger Entlastungsmaßnahmen bis heute - überlastet.

Es folgte als zweite Durchmesserline der RER B, der am neuen Umsteigebahnhof "Châtelet-Les Halles" mit dem A verknüpft wurde. Hier enstand ein riesiger Umsteigebahnhof (und ein wahres Labyrinth), an dem sich heute 3 RER- und 5 Metrolinien treffen, jede mit eigenen Gleisen.

Es folgten der RER C, bei dem nur ein kurzer Lückenschluss notwendig war und der heute die meisten Stationen innerhalb von Paris hat, der RER D und erst vor guten zehn Jahren der RER E, der heute als einzige Linie Paris nicht durchquert, sondern in Paris endet. Es existieren verschieden Pläne zum Weiterbau dieser Linie, insbesondere in Richtung La Défense, um die Linie Azu entlasten.

Betreiber

Wie die Vorortzüge werden die meisten RER-Linien von der SNCF, der staatlichen Eisenbahngesellschaft betrieben.
Interessant wirds bei den Linien A und B, bei denen jeweils ein Teil der Linie von der RATP (städtische Nahverkehrsgesellschaft) und von der SNCF betrieben werden. Der jeweiligen Betreibergesellschaft gehören Strecke und Stationen auf "ihrem" Teil der Linie, ein Teil der Fahrzeuge. Auch die Tfs werden von beiden Gesellschaften gestellt, immerhin ist aber der Tf-Wechsel an der Systemtrennstelle seit ein paar Jahren Vergangenheit.

Fahrzeuge

Alle Strecken werden mit ETs betrieben.
Die Linien A und B haben dabei eigene Fahrzeuge, die mit den unterschiedlichen Stromsystemen von RATP und SNCF zurecht kommen. Die Linien C-E setzten Fahrzeuge eine, die auch im restlichen Regionalverkehr der Ile-de-France (Region, in der Paris liegt) eingesetzt werden.

Auf der Linie B und auf einzelnen Ästen der A werden einstöckige Triebwagen eingesetzt, im restlichen Netz DoStos. Allerdinsg weisen die Dostos pro Wagen drei Türenpaare auf, um für einen schnellen Fahrgastwechsel zu sorgen.
Die Züge sind verglichen mit der Berliner S-Bahn extrem lang: Ein ET vom Typ ZI 79, der auf dem RER B eingesetzt wird, hat eine Länge von 104 Metern und wird im Regelfall in Doppeltraktion ("Train long"=Langzug) eingesetzt. Ein "Train court" (Kurzzug) kommt fast nur am späten Abend zum Einsatz.

Ein ZI 79:
Bild

Selber Typ im Bahnhof "Cité Universitaire"
Bild
Wie man an der Krümmung schon erahnen kann ist das übr. ein Bhf, wo der Hinweis auf die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante ("Attention a la marche en descendant du train") wirklich angebracht ist.

Ein Doppelstockzug auf dem RER A:
Bild
Quelle: Französische Wikipedia, Datei steht unter der GNU-Lizenz (siehe Orginalbeschreibungsseite hier

Fahrgastinformation

Am Bahnsteig gibt es im Regelfall zwei verschiedene Anzeigesysteme: Einen "Fernsehbildschirm", der die 5 nächsten Züge mit Ziel, Abfahrstzeit (Echtszeit) und Missionsname (s.u.) angibt.
Überesetzte Prinzipdarstellung mit Störungsmeldung:
Bild

Und dann gibt es noch eine große Tafel, die anzeigt wann der nächste Zug kommt und welche Stationen er bedient:
Bild

In den Zügen gibt es lediglich Durchsagen, welches die nächste Station ist. Lustigerweise wird jeder Stationsname wiederholt.

Zu den Missionsnamen:
Jeder Zug (dh jede Fahrt) hat einen Namen. Dabei gibt der erste Buchstabe das Ziel an und der zweite einen Hinweis auf die bedienten Halte. Die beiden weiteren Buchstaben haben keine Bedeutung und werden so gewählt, dass der Name aussprechbar wird.
Die Namen finden sich auf den Fahrplantabellen, auf den Anzeigetafeln und an den Stirnseite der Züge. Zumindest regelmäßige Fahrgäste wissen so schnell, ob der Zug ihre Haltestelle bedient.


Sicherheit

Einige RER-Linien bedienen auch sehr sozial schwache Gebiete, die nicht immer ganz ungefährlich sind. Der RER ist daher was Gewalt angeht, etwas gefährlicher als die Metro (in der man hingegen gut auf seine Wertsachen auspassen sollte).
Die von Husky oben [das war im alten Forum] erwähnt Warnung vor dem RER kann ich aber nicht nachvollziehen, ich habe diese Züge regelmäßig benutzt und nie schlechte Erfahrungen gemacht. Richtig ist aber, das einige der Vorstädte ganz andere Dimensionen von Armut und Kriminalität erreichen als jegliche Gegenden in Dtld. Hier sollte man zT in der Tat aufpassen, wo man sich nach Einbruch der Dunkelheit aufhält.

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So, das wars erstmal. Hoffe, die "kleine" Beschreibung gefällt.

Sorry für die schlechten Bilder, ich wollte immer nochmal welche machen gehen, habs dann aber doch nicht mehr geschafft

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Freitag 14. Januar 2011, 22:41

Sehr interessant, vielen Dank! :D

Die RER ist auch rechtlich eine ganz normale Eisenbahn?


ChrisBln hat geschrieben:Um die zu verstehen, ein kurzer Exkurs zur (politischen) Geographie von Paris: Paris selbst ist flächenmäßig relativ klein, hat ungefähr die Fläche von Berlin innerhalb des Rings,


Paris ist sogar kleiner als Köpenick! :shock: :!:


ChrisBln hat geschrieben:Die Stadt Paris selbst wird überwiegend von der Métro bedient. Diese weist im Gegensatz zur Berliner U-Bahn sehr kurze Haltestellenabstände und einen äußerst dichten Takt auf


Sind unsere U-Bahn-Haltestellenabstände nicht schon sehr kurz? So alle 500 Meter wenn ich mich nicht irre?
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Re: RER Paris

Beitragvon ChrisBln » Samstag 15. Januar 2011, 14:42

Cmbln hat geschrieben:Die RER ist auch rechtlich eine ganz normale Eisenbahn?

Sorry, keine Ahnung. Die von der SNCF betriebenen Strecken teilen sich aber zT Gleise mit dem Regionalverkehr, also müsste es eine normale Eisenbahn sein, zumindest auf den SNCF-Strecken.

Cmbln hat geschrieben:
ChrisBln hat geschrieben:Um die zu verstehen, ein kurzer Exkurs zur (politischen) Geographie von Paris: Paris selbst ist flächenmäßig relativ klein, hat ungefähr die Fläche von Berlin innerhalb des Rings,


Paris ist sogar kleiner als Köpenick! :shock: :!:


Aber VIEL dichter besiedelt ;-)

Cmbln hat geschrieben:
ChrisBln hat geschrieben:Die Stadt Paris selbst wird überwiegend von der Métro bedient. Diese weist im Gegensatz zur Berliner U-Bahn sehr kurze Haltestellenabstände und einen äußerst dichten Takt auf


Sind unsere U-Bahn-Haltestellenabstände nicht schon sehr kurz? So alle 500 Meter wenn ich mich nicht irre?


Mir kamen sie immer sehr kurz vor, eher so auf Straßenbahn-Niveau oder U2 zwischen Alex und Potsdamer Platz (gefühlt die größte Schleichstrecke im Berliner Netz), hängt aber auch ein bisschen von der Linie ab...
Ich hab jetzt mal in Wikipedia geschaut, die geben durchschnittlich 500m in Paris an. Für Berlin gibts keine Angabe, hab dann mal die Streckenlängen/Bahnhöfe umgerechnet: Müssten so 786 Meter sein. Die größten Abstände hat die U5 mit im Schnitt fast einem Kilometer

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Re: RER Paris

Beitragvon Attus » Montag 17. Januar 2011, 10:40

Cmbln hat geschrieben:Sehr interessant, vielen Dank! :D
Die RER ist auch rechtlich eine ganz normale Eisenbahn?

Ja, genau.
Auf der Strecken aussen der Tunnelabschnitte gab's keine grosse Veränderungen bei Einführung der RER, nur z.B. Bahnsteigverlängerungen, usw. Es gibt Anschnitte (z.B. Nordast der RER B) wo RER und andere Züge benutzen die gleiche Gleise.

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Re: RER Paris

Beitragvon Attus » Montag 17. Januar 2011, 10:53

RER Bahnsteige sind meistens 250m lang, und Doppelstockzüge der gleichen Länge fahren in alle 5 Minuten in einiger Abschnitte. Deswegen brauchen sie so viele Stammstrecke (z.Z. 5, und eine 6. ist im Plan). Zwischen Gare de Lyon und Chatelet - Les Halles RER A und D brauchten zwei getrenten Tunneln (2×2 Gleise) weil beide zu dichte Fahrplan haben. Zwischen Gare du Nord - Chatelet - Les Halles RER B und D benutzen gemeinsame Gleise mit einer Zugdichte von mehr als 30 Züge pro Stunde (und es gibt natürlich viele Verspätungen da).

RER ist sehr wichtig in Paris. Von Gare de Lyon stadteinwärts gibt es vier Tunnelstrecke: M1, M14, RER A und RER D, und alle Züge sind überfüllt im Spitzenverkehr.

In Paris und Umgebung 55-65 Prozent der Reisenden benutzen ÖPNV. In einer Ballungsraum von 11 Millionen Einwohner man braucht auch Zugkapazität dazu :-)

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Re: RER Paris

Beitragvon Attus » Montag 17. Januar 2011, 11:01

SNCF (fr. Stadteisenbahn) hätte zwei Kopfbahnhöfe bei der Seinufer für Ausschliesslich Vorortverkehr. Ein 1km lange Tunnel verbindet die jetzt, das ist RER C. Se die ehemalige oberflächinge Bahnföfe sind jetzt überflüssig. Was vorher die Gare d'Orsay war ist jetzt Musée d'Orsay :-)

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Montag 17. Januar 2011, 11:07

Vielen Dank! :)
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Re: RER Paris

Beitragvon ChrisBln » Montag 17. Januar 2011, 18:28

Attus hat geschrieben:Zwischen Gare du Nord - Chatelet-Les Halles RER B und D benutzen gemeinsame Gleise mit einer Zugdichte von mehr als 30 Züge pro Stunde (und es gibt natürlich viele Verspätungen da).


Tja, das war mal einie günstige Variante um den RER D zu kreieren, da man so keinen eigenen Tunnel brauchte, hat aber jetzt den Effekt, dass viele Züge des RER D aus Süden in Chatelet enden, was der Idee des RER, die Züge durch Paris hindurch durchzubinden, eigentlich widerspricht.
Da aber schon der RER B einen sehr dichten Takt hat, ist auf dieser Strecke kaum noch Platz. Da der Tunnel zudem der RATP gehört und die RATP den RER B auf dieser Strecke betreibt, ist klar, welche Linie hier den Vorzug erhält (zumal der RER B auch mehr Fahrgäste hat, nämlich 165 Mio/Jahr)...

Wo ich gerade dabei bin, nochmal ein paar Zahlen (Fahrgäste pro Jahr): RER B: 165 Mio, RER A 290 Mio, RER gesamt 800 Mio -- S-Bahn Berlin 388 Mio...
quelle:wikipedia
Zuletzt geändert von ChrisBln am Freitag 21. Januar 2011, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Montag 17. Januar 2011, 20:26

Nicht schlecht für ne Kleinstadt.. :lol:

Aber durch die winzige Fläche und die große Bevölkerungsdichte sind die Mietpreise dort halt so extrem, dass man eben weit pendeln muss! :roll:
Der München-Effekt sozusagen.. ;)
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Re: RER Paris

Beitragvon ChrisBln » Montag 17. Januar 2011, 21:13

Cmbln hat geschrieben:Aber durch die winzige Fläche und die große Bevölkerungsdichte sind die Mietpreise dort halt so extrem, dass man eben weit pendeln muss! :roll:


Oh ja... So 600-700 Euro für ne 1-Raum-Whg von unter 20qm sind keine Seltenheit...

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Montag 17. Januar 2011, 21:30

Dann würde ick aber wenigstens standesgemäß im TGV pendeln wollen, und nicht mit ner S-Bahn, die auch noch durch fragwürdige Gegenden fährt.. :lol: ;)
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Re: RER Paris

Beitragvon ChrisBln » Montag 17. Januar 2011, 23:57

Wenn du nach Spandau musst, nimmst du auch den ICE? :D

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Dienstag 18. Januar 2011, 00:04

Ich bin sogar schon mal Ostbahnhof-Hbf mit nem ICE gefahren, weil ich es mit der S-Bahn nicht mehr pünktlich geschafft hätte!
Und ich kenne welche, die übrigens zum Teil auch hier angemeldet sind, die Südkreuz-Hbf ebenfalls mit dem ICE bevorzugen! ;) Nachvollziehbar, denn ne direkte S-Bahnverbindung gibt es ja (noch) nicht.
Auch Wannsee-Ostbahnhof bin ich schon öfter nach dem Dienst mit dem abendlichen IC gefahren... 8-)

Nee im ernst... es gibt mittlerweile sehr viele Langstreckenpendler in Deutschland! Guck Dir mal morgens die ICE Berlin-Wolfsburg an zum Beispiel... die meisten Fahrgäste haben ne Bahncard 100 und fahren zum Arbeiten nach Wolfsburg, abends zurück nach Berlin. Genauso nachmittags die ICE Leipzig-Berlin, die werden in Leipzig richtig voll mit Leuten ohne Gepäck und Bahncard 100! Das sind alles Strecken die etwa ne Stunde dauern.. da kann sich das Pendeln durchaus lohnen. Wer will schon in Wolfsburg wohnen?! :roll: ;)
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Re: RER Paris

Beitragvon Fabian318 » Dienstag 18. Januar 2011, 00:54

Und ich kenne welche, die übrigens zum Teil auch hier angemeldet sind, die Südkreuz-Hbf ebenfalls mit dem ICE bevorzugen!

Sowas unverschämtes gibt es? Frechheit sowas... :roll:

Leider ist die Bahncard100 in Deutschland immer noch viel zu unattraktiv, Zusatzkarten für Familienangehörige, wie es sie in den Niederlanden oder der Schweiz gibt, fehlen, außerdem gibt es keine ermäßigte Bahncard100. Die BC100 hat einfach den Schein einer Luxus-Fahrkarte, insbesondere für Geschäftsreisende, dazu kommt noch das Problem, dass sich eine u. U. teurere Streckenmonatskarte/-abo nur steuerlich absetzen lässt, die BC100 wird angeblich pauschal nicht immer anerkannt.

In der Schweiz ist die Popularität deutlich höher und dort scheint ein GA genauso so ein Luxusartikel zu sein wie in Deutschland ein Auto. - Die Anzahl der GAs im Vergleich zur BC100 liegt relativ gesehen über 100 mal höher!

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Re: RER Paris

Beitragvon Attus » Dienstag 18. Januar 2011, 08:27

Cmbln hat geschrieben:Nee im ernst... es gibt mittlerweile sehr viele Langstreckenpendler in Deutschland!

Es gibt auch viele Pendler in TGV um Paris. Doch RER ist viel dichter :-)

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S-Bahn in Paris (RER)

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 9. Februar 2011, 11:49

Beitrag von Husky vom 13.07.2010 17:26
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S Bahn in Frankreich

Die Pariser S Bahn ist die einzigste S Bahn weltweit die zum Disneyland fährt!

In Paris wird für den Begriff Réseau Express Régional (RER), also wörtlich Express-Regionalnetz verwendet. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren in Paris für die Réseau express régional d'Île-de-France geprägt, wird aber mittlerweile auch in anderen Großstädten Frankreichs und der frankophonen Schweiz für S-Bahn-ähnliche Eisenbahnnetze verwendet.


http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9seau_Express_R%C3%A9gional

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9seau_express_r%C3%A9gional_d%27%C3%8Ele-de-France

http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahnen_in_Frankreich

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9tro_Toulouse

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Re: RER Paris

Beitragvon Meeresbiologe » Freitag 3. Januar 2014, 13:38

Ich fliege mit den Enkeln im Sommer nach Paris ins Disneyland mal sehen ob ich S Bahn Bilder am Flughafen und im Disneyland machen kann da sol es ja Verbindungen geben. Hat einer ein Tipp Bahnmuseum in Paris oder so?

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Re: RER Paris

Beitragvon Meeresbiologe » Montag 4. August 2014, 13:37

Gibt aber unterschiede zur Berlin in Berlin ist die S Bahn ein Verkehrsmittel innerhalb der Stadt mit nur einer geringen funktion an zurbringer für das umland in Paris ist es umgekehrt da bringt die S Bahn die leute vom umland ins Zentrum innerhalb Paris hat sie aber wenig haltepunkte so das es kein innerstätisches Verkehrsmittel ist.

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Re: RER Paris

Beitragvon Cmbln » Montag 4. August 2014, 18:58

Liegt aber daran dass Paris auch nur ein Bruchteil so groß wie Berlin ist.
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Re: RER Paris

Beitragvon Meeresbiologe » Donnerstag 25. Juni 2015, 16:55

Das Zentrum ja aber der Ballungsraum ist großer


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