??Sägten militante S21-Gegner Strommasten an??

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Georg_OB
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??Sägten militante S21-Gegner Strommasten an??

Beitragvon Georg_OB » Dienstag 17. Januar 2012, 17:59

Bisher wird gegen Unbekannt ermittelt, aber so einen Mast sägt man doch nicht einfach mal so an. Da bedarf es doch Planung und Werkzeugen....

Stuttgarter Zeitung hat geschrieben:Stuttgart - "Unbekannte Täter haben zwischen Oberaichen und Rohr einen Oberleitungsmasten der S-Bahn angesägt - und erhebliche Behinderungen im Stuttgarter S-Bahnverkehr verursacht. Wie die Bundespolizei mitteilte, entdeckte eine Streife am Montagmorgen den nahezu durchgesägten Masten, der nur noch auf einem Eisenträger stand. Der Mast musste ausgetauscht werden...

...Bisher liegt das Motiv für die Tat völlig im Dunkeln. Auch auf die Täter gibt es bisher keine Hinweise. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an."

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 535c6.html

Infos zur Verkehssituation:
http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/s ... 840613.cfm

18.01. Titel des Threads modifiziert. G.
Zuletzt geändert von Georg_OB am Mittwoch 18. Januar 2012, 16:10, insgesamt 3-mal geändert.

ChrisBln
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Re: Sägten S21-Gegner Strommast an??

Beitragvon ChrisBln » Dienstag 17. Januar 2012, 20:54

Georg_OB hat geschrieben:
Stuttgarter Zeitung hat geschrieben:...

...Bisher liegt das Motiv für die Tat völlig im Dunkeln. Auch auf die Täter gibt es bisher keine Hinweise. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an."

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 535c6.html


Und jetzt erklär mir bitte mal deine Überschrift...

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Georg_OB
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Re: Sägten S21-Gegner Strommast an??

Beitragvon Georg_OB » Mittwoch 18. Januar 2012, 16:08

Hallo Chris,

es hat verschiedene Gründe warum ich diese FRAGE als Titel gewählt habe.

Einerseits a) war es eine naheliegende Vermutung, die mir beim ersten Lesen der Meldung ins Gesicht sprang, da es sich offensichtlich nicht um einen üblichen Vandalisfall oder einen Metalldiebstahl handelt;
b) ermittelt wahrscheinlich die Polizei auch in diese Richtung, verhält sich aber diplomatisch um die angespannte politische Lage in Stuttgart nicht anzuheizen und
andererseits
c) ist es eine gute Frage um eine Diskussion aufzuwerfen/auszulösen, was anscheinend auch geschehen ist.

Da ich aber nicht die friedlichen S21-Gegner mit trittbrettfahrenden Autonomen, Chaoten, Vandalen oder Terroristen in einen Topf schmeissen möchte, habe ich die Ergänzung militant eingefügt.

Inzwischen haben sich die Anzeichen für einen geplanten Anschlag sogar verschärft und die Stuttgarter Zeitung spekuliert über einen autonomen Hintergrund:

Stuttgarter Zeitung hat geschrieben:
"...Nach Informationen unserer Zeitung wurden auf den Fildern gleich zweimal binnen weniger Tage Oberleitungsmasten angesägt.

Die Tatorte liegen in einem Waldstück im Süden Stuttgarts. Der jüngste Fall spielte sich zwischen den Haltestellen Rohr und Oberaichen ab. Am Dienstag war die etwa 1,3 Kilometer lange Schienenstrecke stundenlang gesperrt, weil Unbekannte einen Oberleitungsmast angesägt hatten. Eine Strebe hing noch - nicht auszudenken, hätte eine S-Bahn der Linie S2 oder S3 den Mast mit der 15 000-Volt-Stromleitung vollends mitgerissen.

Die Folgen für den S-Bahn-Verkehr auf den Fildern am Dienstag waren am Dienstag fatal. Ausgerechnet zur Touristikmesse CMT, der größten Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland in der Landesmesse, und zum Flughafen fiel der S-Bahn-Verkehr zeitweise ganz aus. Die Linien S2 und S3 verkehrten auch bis zum frühen Abend nur noch eingeschränkt...

...Steffen Zaiser, Sprecher der Bundespolizei, sagte zunächst , dass derzeit ermittelt werde, „ob Fremdeinwirkung vorliegt und in welchem Umfang“. Später bestätigt er aber die Anschläge.

Denn der Zwischenfall war nicht der erste. Unbekannte {hatten} bereits am Sonntag die Säge angesetzt. Wie zu erfahren war, wurde in diesem Fall ein Oberleitungsmast komplett durchtrennt...

...Wer hinter den beiden Anschlägen steckt und von welchen Motiven er getrieben wird, ist unklar. Die Fälle erinnern an eine Serie von Anschlägen auf Bahnstrecken in Berlin und Brandenburg, die für Aufregung gesorgt hatten. Offenbar linksautonome Täter hatten eine Reihe von Brandanschlägen verübt und Bekennerschreiben hinterlassen...

...Anschläge auf S-Bahnen im Raum Stuttgart hatten bisher freilich eine andere Qualität. Besonders aufsehenerregend war die Tat vor wenigen Wochen am zweiten Weihnachtsfeiertag, als Unbekannte am frühen Morgen in Böblingen die Gleise mit Schachtdeckel, Kabelrohre und Schottersteine blockierten. Eine S-Bahn der Linie S60 prallte dagegen, es entstand mehrere Zehntausend Euro Schaden. Ansonsten handelte es sich meist um falsch verstandene Mutproben von Kindern, die im vergangenen Jahr - etwa in Leonberg, Korntal-Münchingen, und Stuttgart-Zuffenhausen Steine auf die Gleise legten...

...Jüngst hatte sich das zuständige Bahn-Vorstandsmitglied Gerd Becht zu der Thematik geäußert: "Gegen Anschläge auf Bahnstrecken hilft kein Zaun und keine Videoüberwachung", sagt er im Zusammenhang mit den Berliner Anschlägen. Gleichwohl wurde das bahneigene Sicherheitspersonal bundesweit von 3200 auf 3700 Leute aufgestockt, der Etat für Sicherheit auf 160 Millionen Euro jährlich festgeschrieben..."

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 24cd3.html

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Georg_OB
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Re: ??Sägten militante S21-Gegner Strommasten an??

Beitragvon Georg_OB » Samstag 21. Januar 2012, 16:44

Streifen untersuchen die Strommasten auf evtl. weitere Beschädigungen:

Stuttgarter Zeitung hat geschrieben:"Die Bahn geht auf Nummer sicher: Entlang den S-Bahn-Strecken in der Region sind nun Streckenläufer und Beamte der Bundespolizei unterwegs, die alle Oberleitungsmasten auf mögliche Beschädigungen überprüfen. „Da alle 50 Meter so ein Mast steht, kommt einiges zusammen“, erklärte gestern ein Sprecher der Deutschen Bahn...

...Die beiden angesägten Oberleitungsmasten zwischen Rohr und Oberaichen und bei Böblingen-Goldberg wurden inzwischen durch sogenannte Pioniermasten ersetzt. Dabei handele es sich um stabile Provisorien, bis zwei neue Träger für die Oberleitung zur Verfügung stünden, erklärte ein Sprecher der Bahn. Trotz der Beschädigungen an den angesägten Oberleitungsmasten habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Fahrgäste bestanden, hieß es. „Eine S-Bahn ist wie ein Faraday’scher Käfig. Strom fließt wie bei einem Blitzschlag in ein Auto außen ab, falls die Oberleitung einen Wagen berühren würde“, sagte ein Pressesprecher.

Auch wenn die Oberleitung auf den Boden gefallen wäre, hätte es nach Ansicht der Bahn außer einem kräftigen und lauten Kurzschluss keine weiteren Probleme gegeben. „Dann wären sofort alle Sicherungen herausgesprungen“, hieß es. Wie in einer Wohnung oder einem Haus seien auch alle Stromkreise an einer S-Bahn-Strecke gut abgesichert. „Bei uns sind die Sicherungen wegen der Spannung von 15 000 Volt ein paar Nummern größer...“

Klar ist für die Beamten, dass sie auch wegen eines möglichen Verbrechens ermitteln. Verbrechen werden höher bestraft als Vergehen. Als Verbrechen könnte die Tat betrachtet werden, weil die Täter, als sie die Masten ansägten, sowohl bei Böblingen-Goldberg als auch zwischen Rohr und Oberaichen in Kauf genommen hätten, dass es zu einem Zugunglück komme. Es hätte eine Bahn entgleisen können, falls der Mast auf die Schienen gestürzt wäre. Und auch von der Oberleitung, auf der eine Spannung von 15 000 Volt geführt wird, wäre im Falle des Umknickens eine große Gefahr ausgegangen – zwar nicht für die Passagiere im Zug, aber für Personen, die sich zu Fuß der Unglücksstelle nähern. Ermittelt wird wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 39782.html

Das Stuttgart Journal will sogar von einem Hubschraubereinsatz wissen:

Stuttgart Journal hat geschrieben:"...Rund 200 Personen untersuchten zu Fuß das 195 Kilometer lange Streckennetz der S-Bahn Stuttgart. S-Bahn-Fahrer in der Region Stuttgart können sich aber sicher fühlen: "Es sind mehr Streifen entlang der Strecke unterwegs", so Zaiser. Am Boden per Fuß und Fahrzeug und per Hubschrauber auch in der Luft. Damit sollen weitere Anschläge auf die S-Bahn Stuttgart verhindert werden..."
http://www.stuttgart-journal.de/tp2/poo ... es-netzes/

Die Bundespolizei hat neue Erkenntnisse zur Vorgehensweise der Täter:

Stuttgarter Zeitung hat geschrieben:"...Am Sonntag hatte das S-Bahn-Phantom auf der Strecke der S1 in einem Wald nahe der Haltestelle Goldberg in Sindelfingen einen Oberleitungsmasten komplett umgesägt. Am Dienstag war es in einem Waldstück zwischen den Haltestellen Rohr und Oberaichen zugange. Der Mast war dabei nur angesägt, eine Strebe hielt noch. Mit welchem Werkzeug der oder die Täter arbeiteten, ist noch unklar. Wie es in Ermittlerkreisen heißt, sind eine spezielle Handsäge, ein Akkufuchsschwanz oder ein Trennschleifer möglich. Auffällig ist dabei, dass die Tatorte offenbar mehrfach aufgesucht werden - die Sabotageaktion findet in Etappen statt, um nicht sofort aufzufallen. Dafür spricht die angefangene, aber nicht vollendete Aktion in Oberaichen..."
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 2a10a.html

Spandauer
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Re: ??Sägten militante S21-Gegner Strommasten an??

Beitragvon Spandauer » Samstag 21. Januar 2012, 22:15

Georg_OB hat geschrieben:Bisher wird gegen Unbekannt ermittelt, aber so einen Mast sägt man doch nicht einfach mal so an. Da bedarf es doch Planung und Werkzeugen....


Planung und Werkzeug braucht es nicht viel:

- ein Mast an dunkler Stelle
- größere handelsübliche Handbügelsäge
- Packung Sägeblätter für Metall
- 2-4 Kriminelle
- 10-15 Minuten

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Re: ??Sägten militante S21-Gegner Strommasten an??

Beitragvon ET420fan » Freitag 17. Februar 2012, 20:21

Diese Angriffe wirken sehr merkwürdig!
Ich habe einen sich immer mehr verstärkenden Verdacht, wer es war.
Ich sage aber nichts.
Ich glaube S21 gegner waren das nicht.
Auch keine Kommunisten(Antifa)
Viele Grüße
Marvin

Elektrofachkraft und Instandhalter für E-Tfz


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