Demonstration in Köln - ist die Bahn vorbereitet?

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Shutterspeed
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Demonstration in Köln - ist die Bahn vorbereitet?

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 30. Juli 2016, 21:47

Aktuell blickt man voller Sorge auf die bevorstehende Demonstration in Köln, wo die Erdogahn-Anhänger ihre Position vertreten wollen. Es ist davon auszugehen, dass viele Teilnehmer mit der Bahn anreisen werden. Hat sich die Bahn (Bundespolizei) ausreichend darauf vorbereitet? Wie groß mag die Zahl der Unbeteiligten sein, die inmitten dieser Demo ankommen/umsteigen (was auch immer)?

Unsere Ministerpräsidentin (möge man jetzt über sie denken, was man will) hat sich dazu im "Spiegel" geäußert:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05010.html

Hoffentlich kommt es nicht zur Eskalation !! Wie denkt man in Köln darüber :?:
Bild

ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen

Nippes
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Re: Demonstration in Köln - ist die Bahn vorbereitet?

Beitragvon Nippes » Dienstag 16. August 2016, 01:31

Lieber Shutterspeed,

leider viel zu spät jetzt eine Antwort, aber das war ja wahrscheinlich eigentlich zu erwarten, denn hier in diesem Forum ist ja nicht so viel schnelle Aktion angesagt...

Dass die Befürworter des Diktators, des "kleinen Bruder Putins" eine Pro-Demo in Köln ansagen war ja eigentlich nicht so eine Überraschung. Die Befürworter Erdogans, also die in Deutschland lebenden türkischen Nationalisten ziehen sich ja schon seit Jahrzehnten in Köln zusammen, genau so wie die Kurden, denen ja kaum ein Wochenende zu schade ist für eine Demo in Köln.
;-)

Ich weiß nicht, ob dieses Forum geeignet ist für eine politische Diskussion, aber die eisenbahntechnischen (oder S-Bahntechnischen) Aspekte will ich hier dann mal kurz ansprechen:

Ich habe schon viele Urlaube in der Türkei verbracht, nicht nur an touristischen Orten, sondern auch "richtig durch's Land", aber ich kenne eigentlich kein Volk, dass so Schienen-"un-affin" ist, wie die Türken. Aus meiner Erfahrung dort könnte man eigentlich schon von einem "schienophoben Volk" sprechen. Man schaue sich z.B. mal die Bahnhöfe der Weltstadt Istanbul an, einer Stadt mit ca. 15 Mio. Einwohner: Da gibt es zwei, einen europäischen und einen asiatischen.
Der europäische Bahnhof Sirkeci hat deutlich weniger zu tun als z.B. der Bf Köln-Ehrenfeld. Türken reisen nun einmal nicht per Zug. Man schließt sich eher zu Fahrgemeinschaften mit dem Auto zusammen oder reist per Bus.

Die in Deutschland ansässigen Deutsch-Türken machen das nicht viel anders, dementsprechend sind sie hauptsächlich per Auto oder per Bus nach Köln angereist, sofern sie nicht selber in Köln wohnen.

Ich denke, dass vor allem deshalb das Problem kein Problem war, ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren, wenn es anders war.

Sehr zur Ruhe beigetragen hat auf jeden Fall aber auch, dass die Kurden geschlossen von jeglicher Teilnahme an Gegendemonstrationen abgesehen haben, weil ihnen "die Sache zu heiß war" und sie die Nationalisten nicht unnötig provozieren wollten.

Wie Erdogan selber sagte, der Putschversuch sei ein "Geschenk Gottes" gewesen....

So weit so gut, ich hoffe, ich habe das ganze relativ unpolitsch gehalten


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