[PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Alles rund um die S-Bahn Berlin (Betreiber: DB Regio AG)
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Cmbln
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[PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Cmbln » Sonntag 8. Januar 2012, 20:54

Nach Vorbild der Rhein/Ruhr-Rubrik soll hier ein Sammelthread für Presseberichte entstehen.

Fangen wir mit einem Bericht über das letzte Wochenende an:

Die Welt hat geschrieben: Nachrichten ›

MEHRERE VERLETZTE
Wieder Überfälle in S- und U-Bahnen
Bei Überfällen in Berliner S- und U-Bahnen sind wieder mehrere Menschen leicht verletzt worden.

Bei Überfällen in Berliner S- und U-Bahnen sind wieder mehrere Menschen leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde zunächst am Freitagabend ein 21-Jähriger in Wedding in einer U-Bahn von Unbekannten überfallen.

Der Mann saß gegen 17.00 Uhr in einem Zug der Linie U 6, als einer der Täter am Bahnhof Wedding auf ihn zukam und ihm sein Handy aus der Hand riss. Anschließend flüchteten der Räuber und eine weitere Person aus der Bahn zum Ausgang.

Bei einer Verfolgung wurde der 21-Jährige mit Reizgas besprüht und leicht im Gesicht verletzt. Die Täter entkamen. In einem weiteren Fall aus dem Sommer vergangenen Jahres sucht die Polizei nun mit Fahndungsfotos nach dem Täter.

Am Samstagabend wurde am U-Bahnhof Rohrdamm ein ebenfalls 21-Jähriger aus unbekannten Gründen attackiert. Er wollte gerade den Bahnhof verlassen, als ihn vier bis fünf Männer ansprachen und um eine Zigarette baten.

Plötzlich schlug einer der Angreifer unvermittelt mit der Faust zu und traf sein Opfer im Gesicht. Anschließend schlugen und traten alle auf den 21-Jährigen ein. Der junge Mann erlitt mehrere Platzwunden im Gesicht. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Täter flüchteten.

Auch in der Nacht zu Sonntag wurden Fahrgäste der BVG angegriffen und verletzt. So wollten zwei Diebe einem 20-Jährigen im U-Bahnhof Steglitz das Handy klauen und bedrohten ihn mit einem Messer. Anschließend flüchteten sie. Die beiden Tatverdächtigen im Alter von 19 und 20 Jahren konnten kurz darauf festgenommen werden.

Außerdem schlug ein Unbekannter einem 29-Jährigen in der U1 in Kreuzberg nach einem Streit gegen den Kopf. Der Angreifer hatte sich gegen 5.00 Uhr am Halleschen Tor neben den Fahrgast gesetzt und zu streiten begonnen. Das Opfer erlitten einen Schlag gegen die Schläfe und die Unterlippe. Der Mann meldete den Vorfall bei der Polizei und stellte dabei fest, dass ihm die Brille geklaut worden war.

Bei der Fahndung nach den Tätern eines Überfalls auf eine 49-jährige Frau am 21. Juni 2011 veröffentlichte die Polizei nun Fotos aus einer Überwachungskamera. Die beiden Tatverdächtigen sollen die Frau am Bahnhof Zoologischer Garten nach einem Streit gestoßen, bespuckt und mit Reizgas besprüht haben.

Artikel erschienen am 08.01.2012
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Spandauer
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Spandauer » Sonntag 8. Januar 2012, 21:55

Ich weiß schon warum ich im PKW sitze und nur sehr selten im ÖPNV ...

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon jan1144 » Sonntag 8. Januar 2012, 22:11

Normaler Alltag könnte man dazu sagen...
Aber seien wir doch mal ehrlich, nach den ganzen wirklich krassen Geschichten in letzter Zeit, wird doch jetzt inzwischen jeder
noch so kleine Diebstahl in der Presse breit gelatscht. Gerade der erste Fall im obigen Presseartikel zeigt das besonders.
Heutzutage ist es ein Handy, vor knapp 2 Jahrtzenten war es ein Gameboy oder sowas in der Richtung...und wegen einer Zigarette hat man auch schon früher was vorn Kopp bekommen. Ich will hier nix beschönigen oder ins lächerliche ziehen, aber gerade Boulevard ist jetzt schnell voll mit solchen Dingen. Und Leute die nur solche Käseblatter lesen und nichts vom Leben wissen, denken doch das in jedem ÖPNV-Verkehrsmittel zu jeder Uhrzeit nur noch Randale, Schlägereien und Überfälle stattfinden.

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Cmbln » Sonntag 8. Januar 2012, 22:15

Mir wollten sie damals meine Bomberjacke klauen... aber ich war schneller! 8-) ;)
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jan1144
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon jan1144 » Sonntag 8. Januar 2012, 22:27

Bomberjacken, stimmt die waren auch mal sehr hoch im Kurs. Nur gut, das mir die Dinger nicht gestanden haben...

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Cmbln » Sonntag 8. Januar 2012, 22:42

Damit warste aber dann der Aussenseiter.. ;)
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon golfstrom » Sonntag 8. Januar 2012, 23:44

Ich wurde in den 90ern auch mal von zwei jugendlichen Glatzen abends in der S-Bahn zwischen Pankow-Heinersdorf und Karow vermöbelt. Die wollten Zigaretten von mir. Ich als Nichtraucher war da aber der falsche Ansprechpartner. Auf meine Verneinung reagierten sie dann etwas gereizt und bepöbelten mich erst ehe sie dann begannen mich mittels Tritte und Schläge zu attackieren. Ich hab mich aber während der Sache gewehrt. Da hat mir auch niemand geholfen in der Bahn. Konnte mich dann in Karow nur aus dem Zug flüchten. Hatte eine ordentlich polierte Fresse mit blutenden Lippen und ne kaputte Brille ansonsten gings. Achso, unmittelbar vor der Schlägerei hatten sie mir noch ne Gaspistole oder Schreckschußpistole an den Kopf gehalten. Komischerweise hat mir das gar keine Angst gemacht. Wahrscheinlich ne Schockwirkung oder extrem hohes Adrenalin. Positiv war das ich dem einen mit voller Wucht während des Kampfes in die Fresse geschlagen habe. :lol: .Ich denke dass der da auch nicht schadlos bei rausgegangen ist. Danach tat mir noch mindestens ne Woche lang die ganze Hand weh. Ich hab das aber nicht weiter nachverfolgt. Heutzutage wäre ich damit wahrscheinlich in die Zeitung gekommen.

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Cmbln » Montag 9. Januar 2012, 00:16

Damals gab es zum Glück noch keine Kamerahandys, heute landet leider jeder Mist in der Presse. :?
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Georg_OB » Montag 9. Januar 2012, 09:54

Toi, toi, toi, mir ist noch nix Dergleichen passiert. Nur einmal hat ein Besoffski eine volle Bierflasche durch die Bahn geschmissen. Wurde aber von einer Trennscheibe abgefangen...

Aber hier eine aktuelle Pressemeldung zu Bauarbeiten in Pankow im April:

Berliner Kurier:

Pankow – Schon wieder eine Planungspanne im öffentlichen Nahverkehr. Wegen gleichzeitiger Bauarbeiten an U- und S-Bahn prognostizieren Experten dem Prenzlauer Berg einen Verkehrskollaps. Und Pankow wird abgehängt.

Auf der U2 stehen schon wieder Sanierungsarbeiten an. Zwischen dem7. und 18. April ist die Strecke zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow gesperrt...

Jetzt hat sich aber die Deutsche Bahn (ohne Absprache) entschlossen, ihre S-Bahn-Bauarbeiten auszuweiten. Mindestens vom 30. März bis zum 16. April wird an der Ringbahn zwischen Schönhauser Allee, Neukölln und Baumschulenweg gebaut. Rund ums Ostkreuz wird nämlich ebenfalls neue Stellwerkstechnik angeschlossen.

„Aus diesen Gründen wird es in Prenzlauer Berg drunter und drüber gehen und der Ortsteil Pankow wird abgehängt“, prognostiziert Wolfram Kempe (Die Linke),

Mehr hier:
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stad ... 07056.html

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Spandauer » Montag 9. Januar 2012, 11:00

Wolfram Kempe, Chemiefacharbeiter, Krankenpfleger, Schriftsteller und Journalist, Sprecher der Fraktion für Verkehrspolitik und Verbraucherschutz
Das klingt doch schon nach Fachkompetenz ... :lol:

Die S-Bahn fährt weiter Richtung Gesundbrunnen und dort gibt es neben dem westlichen Ring und der Nordsüd Strecke Übergang zur U8, wo ist also Pankow abghängt?
Außerdem ist in der Zeit bestes Fahrradwetter ...

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Georg_OB » Montag 9. Januar 2012, 13:35

Gewerkschaft EVG verhandelt heute über einen "Zukunft-Traifvertrag" mit der DB. :shock:
Es geht um "die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Beschäftigungssicherung und flexible Übergänge in die Altersrente."
http://www.eurailpress.de/article/view/ ... ag-an.html

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon majc » Montag 9. Januar 2012, 15:05

Berliner Zeitung hat geschrieben:Fahrzeugflotte wächst weiter
Berlin –

Auf dem Weg zurück zur Normalität hat die Berliner S-Bahn eine weitere Etappe geschafft.
Am Montagmorgen setzte das Unternehmen von seinen 650 Doppelwagen exakt 500 zur Fahrgastbeförderung ein, teilte S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung mit.

„Seit dem Sommer 2009 waren noch nie so viele Züge im Linieneinsatz.“

Weil sich die Techniker ins Zeug gelegt hätten, sei die verfügbare Wagenflotte in den vergangenen Monaten stetig gewachsen, so Buchner.
So konnte der „Revisionsstau“ abgearbeitet werden, indem viele S-Bahnen die Hauptuntersuchung absolvierten.
Inzwischen warten nur noch 85 Doppelwagen in Schöneweide auf den Werkstattbesuch.
Außerdem verfügen nach einer großen Tauschaktion nun alle S-Bahnen über stabilere Räder, die nicht mehr so oft kontrolliert werden müssen.

Wenn im Frühjahr wie erwartet weitere Fahrerinnen und Fahrer ihre Ausbildung beendet haben, könne das Angebot für die Fahrgäste weiter verbessert werden.
Dann soll die 2009 stillgelegte Linie S 85 wieder belebt werden, sagte Buchner.

Ich rechne mal: 500 Vz produktiv +85 Vz aus Bw´s = 585 Vz
Da fehlen doch noch 65 Vz bis 650 Vz oder sind die 585 Vz reiner Produktivbestand ohne Reserve?
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon speed87 » Dienstag 10. Januar 2012, 14:13

Georg_OB hat geschrieben:Gewerkschaft EVG verhandelt heute über einen "Zukunft-Traifvertrag" mit der DB. :shock:
Es geht um "die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Beschäftigungssicherung und flexible Übergänge in die Altersrente."
http://www.eurailpress.de/article/view/ ... ag-an.html



nicht nur die supertollehausfrauengewerkschaft sondern auch die gdl * 8-)

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Georg_OB » Freitag 13. Januar 2012, 12:45

DB will S-Bahn Berlin nicht verkaufen:
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/v ... esagt.html
Die Welt hat geschrieben:"...Die Deutsche Bahn (DB AG) wird die Konzerntochter S-Bahn Berlin nicht an das Land verkaufen. Das hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Donnerstag bei seiner Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus bestätigt. Der bundeseigene Konzern hat damit entsprechenden Plänen des Senats eine endgültige Absage erteilt. Auch einen Verkauf von S-Bahnzügen aus dem Pool der DB-Tochter wird es nicht geben, wie Wowereit bestätigte.

Der Bahnvorstand hatte Verkehrssenator Michael Müller (SPD) darüber informiert, dass das Unternehmen auch in Zukunft den S-Bahn-Verkehr in der Hauptstadt fahren wolle und einen Verkauf der Gesellschaft und von Zügen daher ausschließe. Wowereit wertete das auch als "positives Bekenntnis" des Konzerns zum Ausbau der S-Bahn. Allerdings reiche das nicht aus, so der Regierende Bürgermeister. "Die S-Bahn muss ihre Probleme endlich in den Griff bekommen und zu einem regulären Betrieb zurückkehren..."

Debatte geht jetzt wohl erst richtig los:
http://www.morgenpost.de/berlin/article ... e-aus.html
Morgenpost hat geschrieben:"...Zu keinem Zeitpunkt hatte die Bahn signalisiert, dass sich an dieser Position grundsätzlich etwas ändern könnte. „Die Entscheidung war zu erwarten“, sagte Hans-Werner Franz, Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg Morgenpost Online. „Die Bahn verkauft doch nicht eines ihrer besten Pferde im Stall.“

Doch Debatte um die Zukunft der S-Bahn hat die DB damit nicht gestoppt, im Gegenteil. Nachdem Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit als erster Reaktion auf die Absage der Bahn eine Teilausschreibung des S-Bahn-Verkehrs ab 2017 ankündigte, ist sie erst richtig entbrannt. Verkehrsexperten der Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus forderten am Donnerstag schnelle Weichenstellungen. „Wir haben schon viel Zeit verloren“, sagte Stefan Gelbhaar (Grüne). Der Senat müsse jetzt zügig eine Teilausschreibung sowie die Anschaffung eines eigenen S-Bahn-Fuhrparks vorbereiten. Jutta Matuschek (Linke) bedauerte die Absage der Bahn und erneuerte die Forderung nach an einer Kommunalisierung der S-Bahn. Das Land solle dafür nun ein neues kommunales Verkehrsunternehmen gründen, sagte Matuschek..."

Berlin braucht ein Rollmaterial-Finzierungskonzept wie der VRR in NRW:
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/s ... 39250.html
BZ hat geschrieben:"...Ob die DB bei der Berliner S-Bahn tatsächlich Ende 2017 Konkurrenz bekommt, wird davon abhängen, wie der Senat die Ausschreibung im Detail gestaltet - und wie hoch die Hürden für die Bewerber sind.

„Wenn sie neue Züge selbst kaufen und finanzieren müssten, wird sich niemand finden - außer der DB, weil Berlin für sie ein Prestige-Thema ist“, sagte Engelbert Recker vom Privatbahnverband Mofair. „Vielleicht zwingt der Senat noch die BVG, sich zu bewerben. Aber das war’s dann.“ Für den Ring und den Südosten werden fast 400 S-Bahn-Wagen benötigt. Das wäre ein Großeinkauf: Auf der Rechnung stünde ein Beitrag zwischen 600 Millionen und eine Milliarde Euro. „Dieses Geld lässt sich auf dem Finanzmarkt kaum auftreiben“, hieß es.

Recker forderte deshalb, dass das Land für einen „Fahrzeugpool“ sorgt - auch wenn das heißt, dass es sich an der Finanzierung beteiligen oder sie mit einer Bürgschaft erleichtern muss, wie andere Experten sagen. „Berlin muss ein Unternehmen damit beauftragen, S-Bahnen zu kaufen, zu warten und einem Betreiber zu überlassen. Sonst wird es keinen Wettbewerb geben.“ „Wir prüfen diese Option“, hieß es im Senat...

Der S-Bahn-Tisch, der sich „gegen Privatisierung und Ausplünderung“ wendet, lehnt schon die Teilausschreibung ab. Konkurrenzdruck führe nur zu neuen Einsparungen und schlechterem Service. „Die wahre Absicht des Senats, die Zerschlagung der S-Bahn, wird nun deutlich“, sagte Sprecher Rouzbeh Taheri. 'Dies wird unserem Volksbegehren ’Rettet unserer S-Bahn’ Auftrieb geben.' "

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Stadtbahner » Freitag 13. Januar 2012, 19:10

Ich weiß nicht was für ein Theater um die Absage der Deutschen Bahn gemacht wird. Die Deutsche Bahn hat seit 2009 immer gesagt, dass es keinen Verkauf geben wird. Und der Berliner Senat, damals auch die CDU noch als Oppositionspartei haben nach der Veröffentlichung einer Studienarbeit mitten im besten S-Bahn-Chaos schon selbst angekündigt, dass man keinen Fahrzeugpool wie die LNVG oder eine eigene Mitfinanzierung wie der VRR sich anschaffen wird oder plant.

Somit stellt sich eigentlich nur noch die Frage welche Details der Berliner Senat ändern möchte bei einer Teilausschreibung. Bis auf Billiglohn fällt mir nichts ein wofür man gerade stehen würde.

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Georg_OB » Sonntag 15. Januar 2012, 22:53

In Wedding wieder Deppen auf den Gleisen unterwegs. Es ging übel aus - außerdem gibt es doch NE-Busse und die S-Bahn fuhr ja auch schon :cry: :evil: :

Der Tagesspiegel hat geschrieben:Drei junge Männer sind am Sonntagmorgen von Zügen erfasst und verletzt worden. Die 18- bis 20-Jährigen hatten offenbar bereits am Bahnhof Westhafen den viergleisigen Nordring betreten, um den Heimweg abzukürzen. Mehr als zwei Kilometer gingen sie Richtung Osten – da kam es zum Unglück: Zwischen Wedding und Gesundbrunnen wurde einer der jungen Männer von einem Regionalexpress erfasst und weggeschleudert. Die Freunde kümmerten sich um den Verletzten, da rauschte wenige Minuten später eine S-Bahn heran. Sie erfasste die Gruppe und verletzte den einen Helfer leicht, den anderen allerdings schwer.

Der Leichtverletzte rief um 6.48 Uhr die Feuerwehr. Doch die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, die Unfallstelle zu erreichen. Zunächst fuhren sie zum Bahnhof Gesundbrunnen, von dem es aber noch hunderte Meter bis zur Unfallstelle waren. Letztlich fand die Feuerwehr gegen 7.30 Uhr eine Stelle am Parkplatz von Möbel-Höffner, um von dort die Schwerverletzten mit einer Drehleiter vom Bahndamm zu bergen. Mit zahlreichen Knochenbrüchen wurde der eine Schwerverletzte in die Charité Wedding und der andere in das Bundeswehrkrankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht.

Laut Polizei hatte das Trio Glück im Unglück. Vor einem Jahr war eine Zwölfjährige bei Mahlow getötet worden, als sie an den Gleisen entlang ging. Mindestens eine halbe Stunden müssen die Drei bereits an den Gleisen unterwegs gewesen sein; etwa drei Kilometer legten sie zurück, bevor es zum Unfall kam. Weil die S-Bahn zu dieser Tageszeit bereits alle zehn Minuten fährt, müssen mehrere Züge an den Fußgängern vorbeigerollt sein. Weshalb sie keinem S-Bahner auffielen, ist derzeit unklar. Auch der Lokführer, dessen Regionalzug einen der jungen Männer erfasst hatte, bemerkte nichts. Bislang hat die Polizei noch nicht herausgefunden, welcher Zug beteiligt war; gestoppt hatte der S-Bahn-Fahrer nach dem zweiten Aufprall.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/poliz ... 68404.html

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon majc » Mittwoch 18. Januar 2012, 18:01

Ist nicht so schlimm wie es die Überschrift vermuten lässt. ;-)

Fünfjähriger allein auf S-Bahnhof aufgegriffen
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon majc » Mittwoch 1. Februar 2012, 09:25

Aus dem Nähkästchen eines Tf der S-Bahn Berlin.

Überarbeitet, gestresst und herzkrank
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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon Georg_OB » Donnerstag 2. Februar 2012, 17:07

Rettungssani rettet gleich doppelt - erst vertreibt er die Bahnschläger und gibt dann dem Opfer Erste Hilfe. Da könnte die DB ja mal nen Jahreskarte springen lassen. Solche Fahrgäste wünscht man sich doch:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/be ... -Bahn.html

Der Hauptverdächtige wurde heute sogar gefasst:
Der Tagesspiegel hat geschrieben:"...Die Polizei hat den Hauptverdächtigen des brutalen Angriffs in einer S-Bahn vom Mittwoch festgenommen. Die Beamten fassten den 20-jährigen Koch-Lehrling nach eigenen Angaben am Donnerstag in Zossen. Gemeinsam mit zwei anderen Männern soll der Festgenommene am Mittwochmorgen einen 42-Jährigen im S-Bahnzug der Linie 7 nahe dem Bahnhof Poelchaustraße geschlagen und gegen den Kopf getreten haben.

Das Opfer war zuvor mit den drei Angreifern aus unbekannter Ursache in Streit geraten. Zwischen den Stationen Springpfuhl und Poelchaustraße schlugen die beiden Männer und deren Begleiterin auf den 42-Jährigen ein. Selbst als das Opfer bereits am Boden lag, traten die Angreifer laut Bundespolizei mehrmals gegen den Kopf des alkoholisierten Mannes..."
Laut Tagespiegel soll der Ersthelfer sogar Notarzt gewesen sein, aber glaube ich eigentlich nicht, die werden nicht so schlecht bezahlt, dass sie S-Bahn fahren müssen, es sei denn sie lieben das Bahnfahren...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/poliz ... 37248.html

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Re: [PRESSESPIEGEL] ÖPNV in Berlin/Brandenburg

Beitragvon MorrisK » Donnerstag 2. Februar 2012, 17:44

Georg_OB hat geschrieben:Laut Tagespiegel soll der Ersthelfer sogar Notarzt gewesen sein, aber glaube ich eigentlich nicht, die werden nicht so schlecht bezahlt, dass sie S-Bahn fahren müssen, es sei denn sie lieben das Bahnfahren...

Nur weil die gut bezahlt werden, heißt das doch noch lange nicht, dass sie unbedingt mit dem Auto fahren müssen :? :roll:
So viel schnelle bin ich mit dem Auto auch nicht...
Ich fahr in Städten auch lieber mit dem ÖPNV, weil es in der Regel bequemer ist ;)
Das hat auch nix mit "Bahnfahren lieben" zu tun...bei mir beschränkt sich der ÖPNV nämlich in der Regel auf den Bus ;)
beste Grüße, Morris

Tf bei der S-Bahn Berlin


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