Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein

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Meeresbiologe
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Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein

Beitragvon Meeresbiologe » Donnerstag 4. Januar 2018, 22:43

Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein
vorwiegend in Berlin zum teil auch in anderen Städten. Wie seht ihr das?
Was haltet ihr von den aussagen mehrerer linker Politiker das Leute nur Schwarzfahren weil es zur teuer sei und schuld an den Fahrpreisen das
Zitat: "Luxus Gehalt der Kapitalistischen Bus und Bahn Kutscher sei"
daher fordern viele eine Gehaltsdecklug von 850 Euro für alle Mitarbeiter Einhalts Gehalt und ein Fahrschein von 25 Cent der 4 Stunden gültig ist.

Ich als Asiate finde das die Fahrpreise bei euch noch sehr günstig sind und das Schwarzfahren unsozial ist und finde die Gefängnisstrafe gut ist wie seht ihr das was ist eure Meinung zum Thema was derzeit ganz Deutschland Diskontiert?


http://www.tagesspiegel.de/politik/ausbruchswelle-in-berlin-schwarzfahrer-gehoeren-nicht-in-gefaengnisse/20814876.html

http://www.tagesspiegel.de/suchergebnis/?p=suche&sw=schwarzfahren

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Jesus
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Re: Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein

Beitragvon Jesus » Donnerstag 4. Januar 2018, 23:12

Der Sinn dahinter soll ja sein, die ganzen Gerichte zu entlasten. Allerdings könnte man dann auch den Diebstahl von Waren bis zu 10 Euro straffrei machen, schließlich ist Schwarzfahren auch nichts anderes als Diebstahl (Erschleichen) einer Leistung.

Sollte das jemals durchgesetzt werden, ist das eine Freifahrt für alle bewussten Schwarzfahrer. Sie brauchen dann keine Personalien mehr zeigen und man darf sie dann auch nicht mehr festhalten. Die Kontrolleure haben dann nur noch die Möglichkeit, das Hausrecht durchzusetzen, den Schwarzfahrer des Busses / Zuges zu verweisen und ihm entsprechend Hausverbot erteilen.
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Shutterspeed
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Re: Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 5. Januar 2018, 15:58

Im Falle eines Hausverbots wäre eine Zuwiderhandlung strafbar und würde wieder bei den Gerichten landen. Manche Politiker sollten sich über die wesentlichen Probleme im Land kümmern. Mehr Härte gegen Gewalt...aus welcher Richtung auch immer. Ein "Freibrief" für Schwarzfahrerei ist geistiger Dünnschiss :!:
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ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen

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Flughafenbahnhof
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Re: Mehre Politiker fordern Schwarzfahren soll straffrei sein

Beitragvon Flughafenbahnhof » Samstag 6. Januar 2018, 13:36

Meeresbiologe hat geschrieben:Ich als Asiate finde das die Fahrpreise bei euch noch sehr günstig sind und das Schwarzfahren unsozial ist und finde die Gefängnisstrafe gut ist wie seht ihr das was ist eure Meinung zum Thema was derzeit ganz Deutschland Diskontiert?

Nun ja, schon im Pressebericht Deines ersten Links ist zu lesen:

Dass „Beförderungserschleichung“ in offenen und weitgehend unkontrollierten Transportsystemen als kriminelles Unrecht gilt, ist kaum zu rechtfertigen. Schwarzfahren könnte als Ordnungswidrigkeit geahndet oder ganz den Verkehrsbetrieben überlassen werden. Bislang ist es andersherum: Die Verkehrsbetriebe bürden der Justiz die Fälle auf.

Es gibt genügend Beispiele, wo wirklich schlimme Sachen nicht als „kriminelles Unrecht“ gelten, sondern als Kavaliersdelikt oder Ordnungswidrigkeit abgetan werden. Da muss man schon vergleichen, und über den Sinn oder Unsinn nachdenken. Es ist wichtig, dass das Recht von den Bürgern auch verstanden wird. Krasse Gegensätze sind hier extrem schädlich – ja sogar volksschädlich.

Schnelle Lösungen können in zwei entgegengesetzte Richtungen gehen:

Lösung 1: Strafen für bisherige Kavaliersdelikte oder verschiedene Ordnungswidrigkeiten werden verschärft. Dann müssen Gefängnisstrafen für Schwarzfahren auch nicht mehr als unangemessen hoch angesehen werden.

Lösung 2: Gefängnisstrafen für Schwarzfahren werden fallen gelassen, und auch andere Delikte führen nicht mehr ins Gefängnis. Die Folgen einer solchen Lösung werden aber unkalkulierbarer sein, als bei „Lösung 1“.

Der Berliner Justizsenator bringt es auch den Punkt, und meint: „Schwarzfahren ist schädlich wie falsch parken".

Wenn etwas nicht mehr geahndet wird, kaum kontrolliert wird, oder Bußgelder lächerlich niedrig sind, dann werden die, die sich richtig verhalten, sich verarscht fühlen - und sich überlegen, wie lange sie sich noch verarscht fühlen wollen. Hier ist Schwarzfahren und Falschparken gut vergleichbar.

Etwas abzuschaffen zu wollen, nur wegen einer „überlasteten Justiz“, ist das der falsche Weg. Der Reputationsschaden des Staates es ist da schon erheblich. Und es ist ein Stück weit auch eine Bankrotterklärung; eine Kapitulation. Besser wäre es, unsere Volksvertreter würden sich was Neues überlegen, und erst dann einen alten Weg abschaffen wollen.

Gefängnis kann daher nur mit besseren Alternativen abgeschafft werden. Man muss auch bedenken, dass Schwarzfahrer im Gefängnis von richtigen Kriminellen geprägt werden - und dort "Lösungen" von richtigen Kriminellen aufgezeigt bekommen. Wollen wir das?

Besser wäre es, über andere Lösungen nachzudenken. In anderen Ländern hat man z.B. schnell erkannt, dass Falschparker sich wegen einem Bußgeld wenig beeindrucken lassen. Und vermögende Bürger schon gar nicht, wodurch diese sich permanent über Recht und Ordnung stellten. In anderen Ländern wurde daher die Parkkralle sehr schnell eingeführt. In Deutschland erst Jahrzehnte später.

Dass die Parkkralle in Deutschland immer noch eher sehr selten ist, hängt an unserem komplizierten Recht und vor allem am Personalmangel. Außerdem „verdient“ eine Kommune mehr, wenn nur Knöllchen verteilt werden.

Die Verkehrsbetriebe selbst könnten mehr Vorkehrungen gegen Schwarzfahrer treffen, wie z.B. Zugangskontrollen. Es teilweise verständlich, wenn die Justiz meint, man würde ihr hier zu viel „aufbürden“. Die vorigen Verkehrsbetriebe hatten in Berlin viel zu wenig kontrolliert. Das rächt sich auch heute noch.

Zugangskontrollen bei Tunnelbahnhöfen sind baulich und auch wirksam gut zu verwirklichen. Bei einer S-Bahn sind Zugangskontrollen allerdings schwieriger, als z.B. bei Tunnelbahnhöfen von U-Bahnen.

U-Bahn kommt ja nicht von Untergrundbahn, sondern von Unabhängigkeitsbahn. Also unabhängige (eigene) Gleise. Wenn S-Bahnen auf gleichen Gleisen fahren, wie andere Züge, und auch die gleichen Bahnhöfe genutzt werden, dann wird es schwieriger.
Die bisherige Trennung ist oft schon lächerlich. In München z.B. trennt man am Ostbahnhof die S-Bahn nur durch den eigenen Bahnhofsnahmen. Gleis 1 bis 6 wird überwiegend von S-Bahnen angefahren. Dort ist der Name des Bahnhofs „Ostbahnhof“. Ab Gleis 7 wird der Bahnhof überwiegend von anderen Zügen angefahren: dort lautet der Name des Bahnhofs „München Ost“. Und ständig ist der ganze Bahnhof und auch die Stammstrecke stillgelegt, da irgendwelche Migranten oder Kinder eine Abkürzung über die Gleise nehmen, da noch nicht mal ein Zaun da ist. Der wirtschaftliche Schaden für den Raum München ist hier jedes Mal immens. Wenigstens hat man sich den Zaun gespart.

Eine Gefängnisstrafe scheint Schwarzfahrer nicht mehr groß abzuschrecken. Vielleicht wird eine kurze Gefängnisstrafe in deutschen Gefängnissen auch schon als Gratis-Abenteuer verstanden.

Aber sind wir doch mal ehrlich: in wie vielen Fällen (wie viel Prozent) führt den ein Erwischen beim Schwarzfahren tatsächlich zu einer Gefängnisstrafe? Und wie viele, die zur einer Gefängnisstrafe verurteilt sind, treten ihren Aufenthalt im Gefängnis erst gar nicht an? (Was ja viel zu leicht möglich ist, wegen „Personalmangel“.)

Bestimmte „Politiker“ zielen derzeit vor allem darauf ab, sich Wählerstimmen von wenig gebildeten Bürgern zu sichern. Gerade von diesen „Politikern“ hört man nichts von durchdachten Alternativvorschlägen.

Wie auch immer: beim Schwarzfahren erwischt zu werden, das muss auch wehtun. Das Gefängnis scheint jedenfalls nicht mehr weh zu tun, bzw. scheint der "drohende Gefängnisaufenthalt" nicht mehr groß zu "jucken".

Eine Lösung muss her. Früher oder später. Vielleicht auch nur eine eigene Lösung für Berlin. Berlin fällt auf, da es hier besonders viele notorische Schwarzfahrer gibt.

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Flughafenbahnhof
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Schwarzer Schwarzfahrer

Beitragvon Flughafenbahnhof » Sonntag 14. Januar 2018, 17:45

Ein ungewöhnlicher Schwarzfahrer ist der Polizei heute in die Hände gekommen. Ein schwarzer Zwergpudel. Der Besitzer wird gesucht.

Pressebericht der Berliner Zeitung vom 14.01.2018: https://www.bz-berlin.de/berlin/reinick ... zwergpudel

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Flughafenbahnhof
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Schwarzer Schwarzfahrer

Beitragvon Flughafenbahnhof » Montag 15. Januar 2018, 08:50

Flughafenbahnhof hat geschrieben:Ein ungewöhnlicher Schwarzfahrer ist der Polizei heute in die Hände gekommen. Ein schwarzer Zwergpudel. Der Besitzer wird gesucht.

Der Zwergpudel ist wieder zu Hause bei seinem Frauchen.

Siehe Pressebericht der Berliner Morgenpost vom 14.01.2018: https://www.morgenpost.de/berlin/polize ... Fahrt.html


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