Und sie lernen es nie...

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Shutterspeed
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 10. August 2012, 17:04

Steckenpferd :?: :?: Mitstreiter :?: :?: Nun, ich glaube Du warst zu oft in den USA :roll: Wenn Du meinst, dass es richtig ist, das Land in dem man lebt mit Dreck zu bewerfen, bist Du definitiv nicht ein geeigneter Diskussionspartner für mich. Erwarte also keine weiteren Reaktionen von mir :!:
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ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen

Spandauer
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Spandauer » Freitag 10. August 2012, 23:37

Verändern wollen, über den Tellerrand sehen und nicht im volksdeutschen Gehorsam verharren ist für dich also gleichbedeutend sein Heimatland mit Dreck zu bewerfen ...

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Ruhrpottfahrer
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Samstag 11. August 2012, 08:49

Moin,

ich denke wir sollten das Thema ein wenig ruhen lassen und nicht in derartige Diskussionen abschweifen.
Es geht hier ursprünglich um die Fehlverhalten etlicher Zeitgenossen an den Bahnsteigen und Gleisen in Deutschland!
Daß es in anderen Ländern eine andere Ansicht dazu gibt und durchaus auch eine andere Mentalität herrscht dürfte niemand ernsthaft bezweifeln.
Deswegen aber in Grundsatzdiskussionen in Richtung "Gehorsam" oder "eigenes Land mit Dreck bewerfen" abzurutschen ist weder sinnvoll noch angemessen für dieses Thema.

Vielleicht sollten wir eher mal darüber nachdenken ob es nicht doch Möglichkeiten und Wege gibt wie man die hier aufgezeigten Fehlverhalten verhindern kann und evtl. das Bewußtsein für die Gefahren im deutschen Bahnverkehr wieder schärfen kann.

Sicherlich ist in unserer Medien überfluteten Welt voller Internet und Onlineangeboten vielen Menschen der Sinn für tägliche Gefahren abhanden gekommen. Das ist auch eine Auswirkung der real existierenden Vollkaskogesellschaft.

Meiner Meinung nach sollte man das schon im Kindergarten oder der Grundschule ins Unterrichtswesen aufnehmen. Verhalten im Verkehr mit Bus und Bahn sollte ebenso richtig erlernt werden wie das Verhalten im Straßenverkehr (auch wenns einige dann immer noch falsch machen :)).

Es ist schon erschreckend wie sorglos heutzutage viele Fahrgäste mit dem ÖPNV umgehen.
Da wird weder Rücksicht auf andere Fahrgäste genommen noch auf die Mitarbeiter oder das Fahrzeug.
Da wird sich in die Tür gestellt:"Kollege kommt noch" (der steht aber in der Halle am Automaten :)). Oder das Gepäck in den Gang gestellt statt in die vorhandenen Ablagen verfrachtet.
Auch das stehenbleiben im Eingangsbereich direkt nach betreten des Zuges ist ebenso vertreten.

Auf dem Bahnsteig wird sich direkt an die Kante gestellt, mit dem Rücken zum Gleis und zur Fahrtrichtung und Kopfhörer auf den Ohren. Egal daß da auch Güterzüge durchrauschen statt der erwarteten S-Bahn.
Oder man steigt hinten aus dem Zug aus und latscht hinter dem Zug übers Gleis. Egal daß da direkt ein Gegenzug kommt, der wird mich schon sehen!

Es ist leider ein gesellschaftliches Problem, daß derzeit soviel Gleichgültigkeit herrscht.
Und nur wenn viele Leute mitmachen und diesem Prozess ein Ende machen, werden wir auch das Verhalten der Menschen am Gleis verändern.

Untereinander hier anmachen, rumzetern oder gar persönlich werden bringt es gar nicht!
Und die Vergleiche USA-Deutschland können nicht funktionieren weil es total unteschiedliche Mentalitäten sind die da vorherrschen!

Und gerade die Amerikaner haben in manchen Dingen eine sehr komische Auffassung. Man möge nur sehen wie prüde die dort sind und dennoch ist die USA der Hauptproduzent für Hardcorepornos!
Und auch der Waffenlobbyismus ist dort sehr fragwürdig.

Und genau wegen dieser eklatanten Unterschiede möchte ich euch nun bitten diese Diskussionen zu unterlassen und lieber beim eigentlich Thema zu bleiben:
Fehlverhalten der Fahrgäste am Gleis und am/im Zug!


Danke fürs Gehör.




Gruß

Eric
Frauen behandelt man am besten wie Diamanten, man trägt sie mit Fassung :)

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Spandauer » Samstag 11. August 2012, 10:04

Eric,

was haben wir davon, wenn Fotos vom Fehlverhalten eines Einzelnen veröffentlicht werden und "wir" uns daran ergötzend echauffieren?
Wenn es nur darum geht sich hier als Gutmensch zu präsentieren, dann ist dieses Thema nichts für mich und in meinen Augen auch fehl in diesen Forum!

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 11. August 2012, 11:45

Ich hatte mich gestern mit einem Tf, den ich lange kenne unterhalten. Er sagte mir, dass es diese Rennerei immer geben wird und das man wohl auch keine Änderung herbeiführen kann. Er meinte, dass dann hin und wieder jemand unter´m Zug liegt und danach eine Zeit lang Ruhe ist, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Dann würde die Rennerei wieder los gehen und nichts ändert sich. Ich will´s mir jetzt nicht zu einfach machen, aber ich glaube er hat einfach gesagt, was ist und schon immer war. Das dieser Thread nichts ändern wird, war ja wohl jedem von Anfang an klar. In der Praxis werden wir wohl auch nichts ändern können. Was bedeutet das? Man kann also zu diesem Thema "seine Waffen strecken"...ist das richtig? Darf man das einfach so hinnehmen?
Wenn ich sehe, wie Kinder den Erwachsenen über geschlossenen BÜ´s folgen, in gutem Glauben, dass das wohl so richtig ist, dann kultiviert man das Problem für die nächsten Jahrzehnte. Dann wird´s so sein, wie es der Tf gestern zu mir sagte. Alles wird so bleiben wie es ist. Okay, wenn dem so sein sollte, dann mache ich´s so, wie ich es hier schon einmal geschrieben hatte. Umdrehen...Ohren zu! Das ist nicht feige, das ist einfach Machtlosigkeit, mit der man sich wohl abzufinden hat. Wenn ich dann bei meiner Nr. 5 angekommen bin, werde ich´s kurz erwähnen.
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon ET420fan » Sonntag 12. August 2012, 03:54

Dieses Gerenne über die Gleise, wie ich es hasse...

Vor ziemlich genau einem Monat war ich als Beimann auf dem Führerstand, als einer vor den Zug gerannt ist.
Nur um einen Weg mal kurz abzukürzen. Ich habe zwar kein Verständnis dafür, den Weg abzukürzen, aber es tut mir trotzdem Leid, dass es passiert ist. Der Kerle war vielleicht 15 oder 16, aber nicht viel älter. Da denke ich mir, der hatte sein ganzes Leben noch vor sich und nun ist es vorbei.

Letztendlich war es nicht mal der Anblick, wie das "Gemetzel" (Als Leiche konnte man das nicht mehr bezeichnen) aussah, sondern vielmehr das gerade das "Knacken" das Ende eines noch langen Lebens darstellte.

Als ich am Mittwoch wiedermal auf den Zug gewartet habe, rannten wieder irgendwelche Leute über die Gleise. Da habe ich wirklich Überwindung gebraucht, nicht auszurasten und die zu maßregeln.
Viele Grüße
Marvin

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Sonntag 12. August 2012, 12:46

Ja, genau das ist es....dieses Geräusch hat sich in meinem Kopf eingebrannt...und dieses Gefühl zu explodieren, wenn ich sie rennen sehe ist echt übel, denn im Normalzustand bin ich kein Typ von der agressiven Art.
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon ET420fan » Sonntag 12. August 2012, 20:24

Es wird leider viel zu sehr auf die Leichte Schulter genommen.
Ich habe mal mit einem Gerichtsmediziner gesprochen, der mich erzählte, ein Unfall mit einer Bahn kann bis zum Tod extrem schmerzhaft sein!
Wenn zum Beispiel nur die Beine abgetrennt werden, kann das bis zu 0.5 Minuten noch Schmerzen bedeuten.

Im März habe ich eine Situation erlebt, über die ich mich noch wundere, dass das gut ging.
Es fuhr gerade eine S-Bahn im Haltepunkt und der Bus auf dem Parkplatz ein. Ein Fahrgast, der es besonders eilig hatte, sprang aus dem Bus, ging auf den Bahnsteig, sprang herunter aufs Gleis kletterte unter der Schaku drunter durch, die S-Bahn fuhr an und in letzter Sekunde lag der Herr auf dem Bahnsteig und richtete sich wieder auf. Er riskierte sein Leben für nichts. Die Bahn hatte er ohnehin verpasst.


Hätte ich einige andere nicht davon abgehalten, währen die hinterher gerannt. Aber woher sollen es die Kinder lernen? Die alten machen es doch gerade vor! Und wenn mal wieder was passiert dann sehe ich schon die Schlagzeige in der Bild: "Person beim Einsteigen in Zug verletzt - warum macht die Bundesbahn nichts?"
Viele Grüße
Marvin

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Sonntag 12. August 2012, 21:40

Essen Hbf - auf Gleis 11 wurden Jugendliche aus der S3 wegen Randale abgeführt. Mein Zug kam deswegen auf Gleis 10 an. Ein alter Mann sprang ins Gleis. Ich dachte er will noch `rüber zum anderen Bahnsteig, aber nein, er legte seinen Hals auf den Gleiskopf. Ich sah ihn unter der Lok verschwinden, so als wäre er gefressen worden. Ein kleiner Junge (5) sah, wie der Kopf abgetrennt wurde. Ich kümmerte mich um eine Frau, die zusammenbrach...rannte zum Tf, um zu sehen wie es ihm geht (er fährt nicht mehr) und wurde dann von der Bundespolizei befragt und später vom Staatsanwalt...dauerte zwei Stunden.
Als eine Frau mit ihren Kindern zur Bahnsteigkante lief und sagte: "Guckt mal wie der aussieht", wäre ich fast durchgetickt. Die Polizei klärte das für mich. Ein Kind fiel in Mülheim zwischen Zug und Bahnsteigkante, hatte zum Glück nur ein paar Schrammen, aber brüllte im Schock. Text einer alten "Dame": "Können wir jetzt nicht endlich abfahren, ich verpasse meinen Anschluss"....Ergänzung von so `nem Typ hinter mir: "Wenn das Balg nicht gleich aufhört zu schreien, hau´ ich dem die Fresse ein". Ich habe kein Auto und muss Bahn fahren...habe auch keine Angst davor, aber die Erkenntnis, dass viel zu sehr auf die leichte Schulter genommen wird, so wie Du geschrieben hattest, macht mir sehr betroffen und nachdenklich. Irgendwie denkt nur jeder an sich.
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon ET420fan » Sonntag 12. August 2012, 22:17

Jeder denkt nur an sich!
Das hat die Menschheit vergessen, dass ausschließlich der Zusammenhalt zählt!

Ich hatte vor einiger Zeit einmal eine Gastfahrt. Auf einmal war die Strecke gesperrt. Um mich bildete sich eine Schreiende Mäute, warum man denn nicht noch wenigstens eine Station fahren kann, ob es Entschädigung gibt und dass die Bahn mal wieder schuld sei.

Ich hasse das so. Als dann auf dem anderen Bahnsteig eine Regionalbahn einfuhr drängelten sich die Leute durch die Unterführung, schubsten und traten sich, als gäbe es kein Morgen. Soetwas hasse ich wie die Pest.
Viele Grüße
Marvin

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Sonntag 12. August 2012, 22:39

Essen Hbf irgendwann zwischen 16 und 18 Uhr....drängeln, schieben, quetschen.....ich stehe da lieber im Zug, bevor ich von den verrückten Volk vom Bahnsteig gedrückt werde. Bevor ich zu Bett gehe noch ein kleines Bild. Der Mann hatte schlapp gemacht...es war auch heiß. Neben ihm saßen Frauen mit ihren Einkäufen und blickten weg...soviel zum Thema Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Ich informierte die Polizei und einen RTW...man lässt keine Menschen neben Zigarettenkippen und sonstigen Dreck liegen, so als würden sie zum Müll gehören. Auch in diesem Fall gab´s nur blöde Texte von den umstehenden Leuten!

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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 3. Februar 2017, 15:05

Heute am Hp. Essen Überruhr: Ein junges Paar rennt mit Kinderwagen über den geschlossenen BÜ. Eine Leerfahrt (die kommen immer wieder mal vor) und ich hätte gesehen, wie eine junge Familie zerlegt wird. Der Tf verweigerte die Mitfahrt (gut gemacht und vielen Dank :!: Ich fragte den Vater, ob er verrückt geworden ist. Antwort: "Gäh wekk"....nein, ich habe mich nicht vertippt :evil: Steht der auf blutige Integration? Wenn man was sagt kommt die "Familie" zur Ehrenrettung :x Wozu rege ich mich eigentlich noch auf....passiert jeden Tag an jeder Strecke :roll:
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Re: Und sie lernen es nie...

Beitragvon Flirt3XL » Freitag 3. Februar 2017, 20:15

Über ein geschlossenen BÜ oder Gleisen rennen hatte ich heute 7 mal, die letzten 2 hatten ne Standpauke erhalten.
Ich frage mich allen ernstes was das für Vollidioten sind, die die Gefahr nicht kennen bzw einschätzen können.
Tf bei Abellio Rail NRW GmbH.
Dienstplangruppe Wesel/Duisburg.

Berechtigungen für die Fahrzeuge:
648,1648,1429 und 2429.


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