Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

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Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Flughafenbahnhof » Freitag 1. Dezember 2017, 13:50

Privater Fernreisezug Stuttgart - Berlin ("LOCOMORE" = Unternehmen FLiXBUS')

Das Busunternehmen FLiXBUS ist ca. 3 Monate nach dem Start der privaten Fernreisezug-Verbindung Stuttgart - Berlin zufrieden. In dieser Zeit konnten rund 70.000 Tickets verkauft werden. FLiXBUS stellt auf dieser Strecke zunehmend auch Umsteigemöglichkeiten mit Fernreisebussen zur Verfügung.

Siehe Pressebericht der Berliner Zeitung vom 01.12.2017: https://www.berliner-zeitung.de/28982606

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Dach abrasiert

Beitragvon Flughafenbahnhof » Dienstag 5. Dezember 2017, 17:35

Also, wenn ich das richtig verstehe, dann ist es eine der Aufgaben des LOCOMORE-Zuges, unterwegs die FLiXBUS-Fernreisebusse zu füllen.

Ich war gerade so weit, mir zu überlegen, wie weit so eine Art des Reisens sinnvoll ist. Aber dann habe ich heute ein Foto im Internet entdeckt. Ich habe es meinen Kindern gezeigt. Ich und meine Kinder sind uns einig: wir fahren weiter mit dem Zug und nicht mit Fernreisebussen.

Das Foto zeigt ein auf der Straße liegendes FLiXBUS-Dach. (Zum Glück waren keine Fahrgäste im Bus)

Link der Süddeutschen Zeitung vom 05.12.2017: http://www.sueddeutsche.de/panorama/ber ... -1.3778559

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Konkurrenz auf der Strecke: Köln - Hamburg

Beitragvon Flughafenbahnhof » Samstag 23. Dezember 2017, 15:51

FLiXBUS setzt auf der Strecke Köln-Hamburg bis (vorerst) 02.01.2018 Züge ein, und macht der Bahn Konkurrenz, schreibt der NDR auf seiner Homepage am 22.12.1017: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 62876.html

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FLiXTRAIN

Beitragvon Flughafenbahnhof » Donnerstag 8. März 2018, 22:17

FLiXBUS denkt sich, wenn sie mit Bussen so erfolgreich sind, dann müsste das auch mit Zügen klappen. Also lassen die nun künftig Züge laufen, die dann das Busangebot auch noch ergänzen sollen.

Ab Ende März 2018 fahren die ersten FLiXTRAIN-Züge von Köln nach Hamburg.

"Ähnlich wie mit ihren Bussen will FLiXTRAIN die Fahrgäste mit günstigen Tickets locken, die bereits ab zehn Euro erhältlich sein sollen."

- siehe Kölner Stadt Anzeiger vom 07.03.2018: https://www.ksta.de/29829118

Ab Sommer sollen dann auch mehrere FLiXTRAIN-Züge pro Tag von Stuttgart nach Berlin fahren. Wie oft pro Tag, steht noch nicht fest.

Siehe auch ein Homepage und Video vom Südwestrundfunk Stuttgart: https://www.swr.de/marktcheck/flixtrain ... index.html

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Donnerstag 8. März 2018, 23:09

Alter Wein in noch älteren SchläuChen. Nannte sich Locomore oder HKX. Wird unter dem Strich mit SicherheiT keine wirkliche Konkurrenz werden oder sein.
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Shutterspeed » Freitag 9. März 2018, 13:14

Den HKX fand ich irgendwo spannend. Zunächst brannten einem die Augen bei der Zusammenstellung des Zuges. Da waren Wagen dabei, da musste man, wenn man sich unterhalten wollte, ab 80 km/h richtig brüllen :lol:
Bild

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Freitag 9. März 2018, 13:21

Und genau solche Wagen sind dann als Flixtrain unterwegs. Alte Kisten an denen nix gemacht wird ausser ein bisschen Farbe aussen.
Angeblich seien Triebwagen in China bestellt, das aber so weit ich weiß, schon seit 3 Jahren. Gebaut und zugelassen ist da aber noch nix!


Gru

Eric
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Flughafenbahnhof » Samstag 10. März 2018, 11:39

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:...Wird unter dem Strich mit Sicherheit keine wirkliche Konkurrenz werden oder sein...

Versprochen wird: "Von Düsseldorf, Essen oder Köln ist man per FLiXTRAIN ohne Umstieg genauso schnell in Hamburg wie mit dem ICE."

- siehe Pressebericht von DIE WELT vom 06.03.2018: https://www.welt.de/print/die_welt/wirt ... hn-an.html

FLiXTRAIN ist meiner Meinung nach für die Deutsche Bahn eine nicht vernachlässigbare Gefahr - im Fernzugbereich. Im Nahverkehr habe ich oft festgestellt, dass wenn Zugverbindungen von der z.B. DB Regio auf private Anbieter wechselten, dass ab diesem Zeitpunkt selbst Güterzüge auf einmal Vorrang haben, wo bis dahin nur Schnellzüge Vorrang hatten. Daher können private Nahverkehrszüge ihren Fahrplan oft kaum einhalten.

Ich habe mich mal mit einer "Transportleitung" erhalten, und bestätigt bekommen, dass dies in der Praxis nicht selten vorkommt. "Von oben" gibt es hier zwar keine Anweisung, aber eine "Transportleitung" kann vieles selbst entscheiden.

Mich würde es nicht wundern, wenn das dann bei FLiXTRAIN ähnlich läuft. Wenn Güterzüge oder auch Nahverkehrszüge dann Vorrang haben, wird es nix mit dem oben genannten Versprechen. Auf Autobahnen (FLiXBUS) gibt es keine willkürlichen Ampeln. Aber für Schienenstecken gibt es "nicht einsehbare" Knöpfe für Haltesignale.

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Samstag 10. März 2018, 12:40

Flughafenbahnhof hat geschrieben:Versprochen wird: "Von Düsseldorf, Essen oder Köln ist man per FLiXTRAIN ohne Umstieg genauso schnell in Hamburg wie mit dem ICE."


Ist auch nicht schwer, da die Strecke recht voll ist und eh nicht wirklich schnell gefahren wird vom Ruhrgebiet aus.
Die kurzen Schnellfahrabschnitte lohnen kaum der Erwähnung. Außerdem sind die Trassen jetzt schon ausgelastet und da wird
für viele "Private Fernverkehre" kein Platz mehr sein. Es gibt einfach keine Trassen mehr und in NRW ist das jetzt schon so schwierig!

Flughafenbahnhof hat geschrieben:FLiXTRAIN ist meiner Meinung nach für die Deutsche Bahn eine nicht vernachlässigbare Gefahr - im Fernzugbereich. Im Nahverkehr habe ich oft festgestellt, dass wenn Zugverbindungen von der z.B. DB Regio auf private Anbieter wechselten, dass ab diesem Zeitpunkt selbst Güterzüge auf einmal Vorrang haben, wo bis dahin nur Schnellzüge Vorrang hatten. Daher können private Nahverkehrszüge ihren Fahrplan oft kaum einhalten.

Ich habe mich mal mit einer "Transportleitung" erhalten, und bestätigt bekommen, dass dies in der Praxis nicht selten vorkommt. "Von oben" gibt es hier zwar keine Anweisung, aber eine "Transportleitung" kann vieles selbst entscheiden.

Mich würde es nicht wundern, wenn das dann bei FLiXTRAIN ähnlich läuft. Wenn Güterzüge oder auch Nahverkehrszüge dann Vorrang haben, wird es nix mit dem oben genannten Versprechen. Auf Autobahnen (FLiXBUS) gibt es keine willkürlichen Ampeln. Aber für Schienenstecken gibt es "nicht einsehbare" Knöpfe für Haltesignale.


Das ist erstmal ziemlicher Unsinn. Denn würde das permanent gemacht, würde die Bundesnetzagentur da schnell mitmischen und empfindliche Strafen aussprechen.
Es wird auf gebuchten Trassen gefahren und da kann es durchaus sein, daß ein Güterzug eine Expresstrasse bekommt, weil er eben nicht überall hält und ggfls. Terminware befördert. Im übrigen sind die Fahrzeiten bei Flixtrain genauso wie vorher bei HKX oder Locomore sehr großzügig bemessen.
Ein derartiges Unternehmen als "Gefahr" oder gar "ernste Konkurrenz" darzustellen, zeugt von wenig Kenntnissen des Systems.
Denn die DB hat im FV soviel Macht und vor allem Geld, daß es eine Kleinigkeit ist, dem preisbewussten Fahrgast entsprechende Leckerlies in Form von Billigkontingenten zu geben, daß einem Unternehmen wie Flixbus sehr schnell die Puste ausgehen wird.
Derzeit wird alles nur angemietet und eingekauft, man hat nicht mal eigene Fahrzeuge! Und da ist die DB, auch wenn der Fahrzeugpark sehr knapp ist, immer noch mehr Luft nach oben, als es Flixtrain je haben wird. Und wenn plötzlich nur noch Trassen bestellt werden können, die sehr sehr viel Zeit benötigen und dadurch unattraktiv werden, dann ist das eben so.
Und Stationsgebühren muß auch Flixtrain zahlen, und das ist im FV nicht gerade wenig!

Mal sehen wie lange die ihren Froschzug wirklich fahren lassen können ohne reichlich Geld zu versenken!

Und nach wie vor bin ich der Meinung, daß der Transport nur auf diesen "Rosinen" funktioniert, denn zu den kleineren Städten wo ggfls. nur Regionalverkehr hinfährt, braucht man wieder andere Tickets, die schnell den Gesamtreisepreis verdoppeln können!
DAS wird sich dann schnell als Nachteil für die "Billigheimer" auswirken. Vielen Reisenden ist es nämlich nicht egal, wenn sie vor Ort noch umständlich eine Fahrkarte für 3 Stationen S-Bahnfahrt kaufen müssen weil der FT nicht anerkannt wird.

Eric
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 10. März 2018, 13:27

Es heißt, dass der erste Flixtrain am 23. März seine Premierefahrt haben soll. Hamburg - Essen - Düsseldorf - Köln . Tja, dumm gelaufen, wenn man bei "Flixtrain" noch nicht weiß, dass wegen der Baumaßnahme zu dieser Zeit bei uns alles dicht ist. Auf deren Website hat man die kleine Tatsache auch noch nicht berücksichtigt (Stand 10.03.2018). Locomore ist ja schon pleite und das schönste am "Flixtrain" ist der Taurus (Siemens ES64U4), von dem man sich allerdings fragen muss, wie bei dieser sehr leistungsstarken Lok noch wirtschaftliches Fahren möglich sein soll. Ganz abgesehen von dem Hammermietpreis für diese Maschine.
Für die Techniker im Forum gibt es hier einen schönen Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_ES64U4
Ich gehe auch von einem "Kurzauftritt" aus. Wie Eric schon geschrieben hatte: Essen - Augsburg im ICE (403) für 19 Euro....Komfort statt Klapperwagen. Bei solchen Leckerchen brennt es im Internet bei den Buchungen! Da kann Flixtrain nicht mehr mithalten.
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Flughafenbahnhof » Samstag 10. März 2018, 13:38

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:Ein derartiges Unternehmen als "Gefahr" oder gar "ernste Konkurrenz" darzustellen, zeugt von wenig Kenntnissen des Systems.

Eigentlich nenne ich FLiXBUS / FLiXTRAIN nicht "ernste Konkurrenz", sondern ich nenne die "eine nicht vernachlässigbare Gefahr" für die Bahn.

Ich habe es nie verschwiegen, dass ich kein Fachmann bin. Manche sind beruflich bei der Bahn, und haben viel Fachwissen. Andere sind allenfalls Fahrgäste. So einer wie ich, nun ja, den kann man gern als Berufs-Querulant bezeichnen...der würde beruflich bei der Bahn wohl innerhalb kurzer Zeit wieder raus fliegen.

Dennoch hat mich das Gespräch mit der "Transportleitung" sehr überrascht. Diese "Transportleitung" hat mich sogar darauf aufmerksam gemacht, dass an Strecken, die ich kenne, die nun im Nahverkehr von privaten bedient werden (fast kein Fernzugverkehr mehr) die Baustellen heute gern in mehreren langen Zeiträumen von Frühjahr bis Spätherbst tagsüber bestehen. Bis zum Zeitpunkt der Privatzüge gab es jahrzehntelang nur mal paar Wochenenden mit Einschränkungen, oder nachts, oder nur mal bis zu ca. 2 Wochen auch untertags. Nun aber gibt es wenig Anreiz, teure tarifliche Nachtzuschläge und Wochenendzuschlag, Sonntagszuschlag und Feiertagszuschlag zu zahlen. Klar, die Strecken werden erhalten, müssen sie ja auch, aber nicht mehr so, wie jahrzehntelang vor den privaten Zügen. Vielleicht sind Fahrgäste ja gar nicht so dumm. Und wenn sie mal mit den richten Leuten geredet haben.....soll ich nach eins nachlegen?

Zum Thema FLiXBUS / FLiXTRAIN: das Unternehmen ist schon von zu vielen unterschätzt worden. Im Moment sind sie erfolgreich. Aber ich weiß nicht, ob die "Kriegskasse" so voll ist, im gleichzeitig an verschiedenen großen "Fronten kämpfen" zu können. Die wollen die USA überrollen, und gleichzeitig wollen sie auf die Schiene. Ich vermute, alleine eines von beiden benötigt schon extrem viel Kapital, um wirklich hier den Markt umzukrempeln.

Die Fahrgäste selbst haben oft gezeigt, dass es ihnen hauptsächlich um den Preis ankommt. Die Fahrtzeit ist bei Schnäppchenpreisen nachranging. Das hat man mit der Einführung vom "Ticket Schönes Wochenende" schnell gemerkt. Als die Leute auf der Hutablage lagen, weil unten kein Platz mehr war, hat man bereits nach 2 Wochenenden statt drei verschiedene Tickets nur das kleine Ticket (5 Personen, für 15,00 DM) übrig gelassen.

Und die Billigflieger haben selbst der Lufthansa das Leben jahrelang schwer gemacht.

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Jesus » Samstag 10. März 2018, 18:17

Shutterspeed hat geschrieben:und das schönste am "Flixtrain" ist der Taurus (Siemens ES64U4), von dem man sich allerdings fragen muss, wie bei dieser sehr leistungsstarken Lok noch wirtschaftliches Fahren möglich sein soll.

Das frage ich mich auch. Durch nen Flixbusgutschein hätte ich jetzt für 4,95 Euro von Berlin nach Stuttgart mit dem Zug fahren können. Leider musste ich das kurzfristig absagen (das gute an Flixbus ist, dass man auch Sparpreise stornieren kann). Übernächsten Montag fahre ich dann Kassel - Berlin für 11 Euro mit dem Locomore. Dass das nicht wirtschaftlich ist, braucht man niemanden erklären.

Ich habe aber auch die Vermutung, dass es hierbei nichtmal um Wirtschaftlichkeit im Bahnverkehr geht, sondern um das Vernetzungskonzept Bahn - Bus bei Flixbus, sodass die Wirtschaftlichkeit der Busse durch höhere Belegungsgrade ansteigt und damit der Gewinn eingefahren wird. Damit lässt sich dann der private Bahnverkehr Gegenfinanzieren.
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Flughafenbahnhof » Samstag 10. März 2018, 18:46

Jesus hat geschrieben:Ich habe aber auch die Vermutung, dass es hierbei nichtmal um Wirtschaftlichkeit im Bahnverkehr geht, sondern um das Vernetzungskonzept Bahn - Bus bei Flixbus, sodass die Wirtschaftlichkeit der Busse durch höhere Belegungsgrade ansteigt und damit der Gewinn eingefahren wird. Damit lässt sich dann der private Bahnverkehr Gegenfinanzieren.
Genau so sehe ich das auch.


Am 5.12.2017 hatte ich hier in diesem Thema schon mal geschrieben:
Flughafenbahnhof hat geschrieben:Also, wenn ich das richtig verstehe, dann ist es eine der Aufgaben des LOCOMORE-Zuges, unterwegs die FLiXBUS-Fernreisebusse zu füllen.

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Shutterspeed » Samstag 10. März 2018, 21:54

Also was ich so sehe (befürchte) ist ein entsprechendes "Klientel" in den Zügen, die in Hamburg mal die Sau rauslassen wollen. Der Hintergrund, die Umwelt zu entlasten und mehr Menschen auf die Schiene zu holen, ist für mich aktuell ein luftleeres Argument.
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Samstag 10. März 2018, 22:01

vor allem, wenn es mit Bussen kombiniert wird.

Aber dann sind die DB-Züge wenigstens frei von dieser "Klientel" :)


Gruß

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FLiXTRAIN gestartet

Beitragvon Flughafenbahnhof » Montag 26. März 2018, 13:48

Seit letzten Freitag fährt der grüne lackierte FLiXTRAIN (außen frisch lackiert - neu ist aber nur die Miet-Lok) täglich zwischen Köln und Hamburg - außer Mittwochs.

„Die Züge stellt und betreibt wie beim HKX das Nürnberger Unternehmen BahnTouristikExpress, FLiXTRAIN übernimmt wie bei den Bussen nur den Vertrieb.“ Siehe Pressebericht vom Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.03.2018: https://www.ksta.de/29913486

Bald kommt die Verbindung Stuttgart - Berlin hinzu. Diese Verbindung wurde zuvor erfolgreich getestet - nicht technisch, sondern es wurde getestet, ob sich viele Kunden finden lassen.

Die grünen Wagen sind schon recht alte Wagen, da wo man noch die Fenster runterlassen kann.

Eigentlich will man ja so schnell fahren, wie die Züge der Deutschen Bahn. Wie angenehm ist das dann aber, z.B. in einem Tunnel, wenn gerade ein ICE entgegen kommt…? Da gibt's dann ganz schön was auf Trommelfell, oder?

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Montag 26. März 2018, 14:12

Moin,

also

1. weder Lok noch Wagen sind lackiert. Sie sind foliert!
2. Lok ist von MRCE gemietet und die Wagen von BTE
3. In der Tat sind das "Schätzchen", die Wagen von BTE. Allerdings wohl mit Klimaanlage und WLAN modernisiert. Mehr nicht.

Schnell fahren? Wo denn? Die paar Kilometer nach Hamburg hoch, wo man 200 fahren könnte, lohnen sich kaum an Fahrzeiten.
Denn die haben ja keine Epxresstrassen gebucht, denn damit könnten die die niedrigen Preise eh nicht halten.

Man wird sehen, wie lange FlixTrain das wirklich durchhalten kann. Denn das ist eine andere Hausnummer als beim BUS.
Und so lange es nur ein oder 2 Strecken sind, mit so wenigen Verbindungen und teilweise zu bescheuerten Zeiten, solange ist
das keine Konkurrenz für die DB im Fernverkehr. Denn den größten Vorteil, ein durchgängiges Ticket für alle Verbindungen bis zum kleinsten Dorfbahnhof oder S-Bahnhaltepunkt, den kann FT nicht bieten, auch nicht bei Kooperation mit den Fernbussen.

HKX ist Geschichte, weil zu wenig Verbindungen gefahren wurden und offenbar nicht rentabel genug.
Locomore ist insolvent gegangen, aus den gleichen Gründen.
Für das System Fernverkehr in Deutschland muß man einen sehr langen Atem und viel, sehr viel Geld in Reserve haben.
Billige Tickets alleine reichen auf Dauer nicht.


Eric
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Flughafenbahnhof » Montag 26. März 2018, 21:27

Ruhrpottfahrer hat geschrieben: ... weder Lok noch Wagen sind lackiert. Sie sind foliert!
Das klingt ja praktisch. Kommen nachts die Graffity-Sprayer, zieht man danach nur den Folien-Aufkleber ab, und pappt einen neuen drauf. Und schon sind die Graffity-Sprayer vergessen.

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:In der Tat sind das "Schätzchen", die Wagen von BTE. Allerdings wohl mit Klimaanlage und WLAN modernisiert.
Nun, beim Link oben (oder hier https://www.ksta.de/29913486 ) kommt man auf ein Foto, welche die grüne Lok und zwei Wagen zeigt. Auf beiden Wagen schauen aus den geöffneten Fenstern Köpfe. Wenn hier Kimaanlagen verbaut sind ... na dann viel Spaß ...

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:Man wird sehen, wie lange FlixTrain das wirklich durchhalten kann. Denn das ist eine andere Hausnummer als beim BUS.

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:Für das System Fernverkehr in Deutschland muß man einen sehr langen Atem und viel, sehr viel Geld in Reserve haben.
Und wenn man zeitgleich die USA erobern will, braucht man doppelt so viel Geldreserve. Aber was soll's: wenn es nicht klappt, zieht man einfach bei den Wagen und bei der Lok die grünen Aufkleber ab, und schon sind die "Geflixten Grünen" vergessen...

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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Shutterspeed » Montag 26. März 2018, 21:51

Ich halte den ganzen Blödsinn mit Flixtrain (der teils einen anderen Namen bekommen hat :shock: ) für völligen Blödsinn. Kaufe ich meine Brötchen beim Schreiner? Die können von mir aus mit ihren Billigbussen durch das Land eiern, aber sollen den FV den Profis überlassen :!:
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Re: Private Fernreisezüge innerhalb Deutschlands

Beitragvon Jesus » Dienstag 27. März 2018, 00:51

Flughafenbahnhof hat geschrieben:
Ruhrpottfahrer hat geschrieben: ... weder Lok noch Wagen sind lackiert. Sie sind foliert!
Das klingt ja praktisch. Kommen nachts die Graffity-Sprayer, zieht man danach nur den Folien-Aufkleber ab, und pappt einen neuen drauf. Und schon sind die Graffity-Sprayer vergessen.


Die Folien sind heutzutage Standard. Vom Werk aus werden nur noch ganze Teile lackiert. Hier bei der ODEG betrifft das z.B. bei den GTWs den Mittelteil (gelb), der restliche Zug ist weiß lackiert. Alles andere sind Folien.

Ich bin vor einer Woche mit Locomore von Kassel nach Berlin gefahren und der Zug war zu 95-100 % ausgelastet. Wenn alle einen Ticketpreis zwischen 5 und 20 Euro bezahlt haben, deckt das immerhin 1/3 der Betriebskosten.

Im Zug selbst fühlt man sich aber wie eine Presswurst (auch wenn der Innenraum komplett modern ist). Ein Arbeiten am Laptop ist eigentlich nicht möglich, was mir 3,5 Stunden Verdienstausfall beschert hat. Allerdings entspricht der Verdienstausfall + Ticket bei mir den Flexpreis 2. Kl. mit BC25 für einen ICE auf der Relation, daher ist das noch verkraftbar.
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