Laserpointer gegen S-Bahnen

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Flughafenbahnhof
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Laserpointer gegen S-Bahnen

Beitragvon Flughafenbahnhof » Montag 13. November 2017, 14:52

Der Missbrauch von Laserpointern führt schnell zum bleibenden Schaden im Auge. Seit Jahren werden Triebfahrzeugführer und auch Piloten (z.B. bei der Nacht-Landung) geblendet. In der Dunkelheit ist die Pupille des menschlichen Auges weit geöffnet. Ein Laserstrahl wirkt hier besonders schlimm. Ein Auge kann durch einen Laserpointer sogar erblinden. Ein Unfall mit der S-Bahn ist möglich, wenn ein Triebfahrzeugführer z.B. ein Hindernis oder ein z.B. Geschwindigkeitsvorgabe oder Geschwindigkeitsanzeige oder ähnliches nicht mehr sehen kann. Die Täter sind meist Jugendliche, aber auch nicht selten "erwachsene" Männer. An Flughäfen werden sie manchmal geschnappt. Auf der freien S-Bahn-Strecke sind die Triebfahrzeugführer meist sich selbst überlassen - da hier selten Polizeisteifen unterwegs sind.

Es stellen sich viele Fragen. Beispiele:

Wie reagiert die Berufsgenossenschaft? Soll das Strafmaß bei dieser Körperverletzung erhöht werden? Soll der Besitz von Laserpointern eingeschränkt oder verboten werden? Soll die Einfuhr von Laserpointern nach Deutschland verboten werden? Oder soll ein „Waffenschein“ vorgeschrieben werden? Usw.

Habt Ihr Presseberichte zum Thema?

Hier ein Pressebericht vom 10.11.2017: "Lokführer mit Laserpointer geblendet"

Link: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 1e5cb.html

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Eine Laser-Attacke im Jahr 2013

Beitragvon Flughafenbahnhof » Donnerstag 23. November 2017, 05:54

Ich habe im Internet einen alten Zeitungsbericht entdeckt.

In Unna bei Dortmund wurde ein S-Bahn-Triebfahrzeugführer am 01.04.2013 gegen 20.40 Uhr mit einem Laserpointer im Auge verletzt ; "verletzt" - klingt vielleicht zu harmlos, denn es ist ja eine (schwere?) Körperverletzung und schwerer Eingriff in den Eisenbahnverkehr.

Der damals 27-jährige Triebfahrzeugführer musste kurz nach der Laser-Attacke seinen Dienst abbrechen. Die Schmerzen im Auge wurden immer schlimmer.

Soll das ein April-Scherz gewesen sein? Wie ist die Sache ausgegangen? Wurde der Täter gefasst?

Link: https://www.derwesten.de/staedte/dortmu ... 90369.html

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Laserpointer für 10 Euro

Beitragvon Flughafenbahnhof » Dienstag 28. November 2017, 07:19

Bei der Münchner S-Bahn gab es 2014 ja auch schon mal eine Laser-Attacke gegen einen S-Bahn-Triebfahrzeugführer!

Der 21-jährige (männliche) Täter wurde geschnappt und angezeigt. Wie ging das Urteil aus?

Laut einem Pressebericht vom Münchner Merkur hatte er den Laser-Pointer für 10,00 EUR gekauft: https://www.merkur.de/lokales/muenchen- ... 54692.html

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Re: Laserpointer gegen S-Bahnen

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Dienstag 28. November 2017, 10:35

Moin,

ich frage mich gerade, was es bringt, derart alte Vorfälle hier aufzuführen.
In Gesprächen mit Lokführern wurde mir gesagt, dass es deutlich mehr Suizide und Personenunfälle gibt, als diese sehr wenigen Laserpointerangriffe.

Über den Ausgang, so mal jemand erwischt wurde, kann dir ggfls. das zuständige Gericht weiterhelfen.
Für die Medien ist nur der Vorfall interessant, selten ein Urteil.
Frauen behandelt man am besten wie Diamanten, man trägt sie mit Fassung :)

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Re: Laserpointer gegen S-Bahnen

Beitragvon Shutterspeed » Dienstag 28. November 2017, 14:26

@Eric: "Für die Medien ist nur der Vorfall interessant, selten ein Urteil"

Das stimmt nicht so ganz. Wenn wir ein Urteil mit Aktenzeichen genannt bekommen, greifen wir ganz gerne zu. Ich schreibe zwar sehr selten, aber wenn, dann ist jede Info willkommen! Allerdings muss das Thema auch "ziehen"!
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ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen

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Re: Laserpointer gegen S-Bahnen

Beitragvon Shutterspeed » Dienstag 28. November 2017, 14:36

Ach ja....mit wievielen Lokführen hattest Du gesprochen? Um einen repräsentativen Wert zu erhalten müssten es alle sein, die sämtliche Streckenkilometer in Deutschland bedienen, weil man sonst keinen Referenzwert hat auf dessen Grundlage man rechnen kann. Abgesehen davon, dass viele Vorfälle intern abgewickelt werden. Man hält den Deckel drauf um Nachahmer zu vermeiden, denn neben den Flugzeugen und Zügen stehen jetzt auch Autobahnen auf der Liste der "Angreifer." Da möchte man keinen Nachwuchs züchten!
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ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen


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