Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

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Ruhrpottfahrer
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Montag 3. Februar 2020, 19:32

Sorry, aber 3 Jahre alte Berichte sind Unsinn. Und der ICE4 ist für 250km/h zugelassen.

Bitte erst richtig informieren und nicht irgendwelche teilweise veralteten Pressemeldungen übernehmen.
Danke.
Nach Thomas Kufen könnt ihr rufen, doch gilt von Kettwig bis nach Leithe:
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Meeresbiologe
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Meeresbiologe » Montag 3. Februar 2020, 19:50

Generell hat Deutschland doch das Problem das es mit Langsamen ICEs kein vom Fliegen abhält wenn man also mehr Leute in die ICEs bekommen will sollte man mehr eigene Trassen bauen das gibt selbst die Bahn inzwischen zu eben so muss man den in jeder Kleinstadt halten?

Japans Züge
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-verspaetung-japan-schweiz-1.4522325-2

Vergleich: ICE gegen TGV und Shinkansen. Welcher Zug ist besser?
https://www.hochgeschwindigkeitszuege.com/news-und-infos/ice-gegen-tgv-und-shinkansen.php

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Jesus
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Jesus » Montag 3. Februar 2020, 21:24

Es kommt nun mal nicht auf die Geschwindigkeit an! Der Fahrzeitunterschied zwischen 250 und 300 km/h sind 4 Minuten auf 100 km! Im Gegenzug ist der Energieverbrauch für die 50 km/h enorm.

Diese 4 Minuten gleicht der ICE 4 durch eine deutlich bessere Beschleunigung im Vergleich zum ICE 3 wieder aus (0,53 m/s^2 vs. 0,23 m/s^2). Eine Zeitersparnis hätte man somit nur, wenn man ohne Zwischenhalt von Berlin nach München mit 300 km/h durchfahren könnte - jedoch nicht, wenn die ICEs alle 100 bis 150 km anhalten müssen.
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Cmbln
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Cmbln » Montag 3. Februar 2020, 22:49

DB Fernverkehr hat in den letzten Jahren eine Reihe von Fehlentscheidungen getroffen, unter anderem den als IC-Nachfolger gedachten 412 zum ICE 4 zu machen. Stattdessen hätte man große Stückzahlen vom Velaro D bestellen müssen, für die ganzen 300 km/h-Strecken, für den Frankreich-Verkehr und dann auch als Ersatz für ICE 1 und ICE 2. Stattdessen hat man jetzt zu den zu langsamen ICE-T die keine sinnvolle Strecke mehr befahren noch unzählige zu langsame ICE 4 am Hacken die für ein großes Problem sorgen: Der geplante Deutschlandtakt funktioniert nur mit 300 km/h wie man inzwischen errechnet hat!
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Meeresbiologe
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Meeresbiologe » Montag 3. Februar 2020, 23:58

Cmbln hat geschrieben: Der geplante Deutschlandtakt funktioniert nur mit 300 km/h wie man inzwischen errechnet hat!


Und genau daher will man keine ICE4 mehr und versucht aus dem Vertrag anzusteigen und den ICE3 wieder zur bestellen.


Aber das Hauptproblem ist doch das selbst der ICE4 seine 249 kmh kaum ausfahren kann da die Bahn meistens nur 120 oder weniger fahren können da es zu viele Halte gibt zu wenig strecken die mehr als 160 kmh erlauben und zu viel Mischverkehr mit Regios und Güterzüge.

Die Entscheidung wurden Mitte der 80er getroffen und diese Fehlentscheidung recht sich jetzt.

Wenn ich von Berlin nach Köln muss fliege ich 45 min mit verspätung ca 60 min und mit den ICE fahre ich knapp 5 Stunden und 15 min meist aber 6 oder 7 Stunden wegen Verspätung. So bewegt man kein auf die Bahn umzusteigen. Zeit ist Geld.

in Japan Durchschnittsgeschwindigkeit 255,7 km/h
in Frankreich Auf über 2000 Kilometern Länge sind 300 km/h oder mehr erlaubt.
In Deutschland Die Gesamtlänge für Geschwindigkeiten ab 200 km/h aufwärts beträgt nur 800 Kilometer. Von einem Netz kann kaum die Rede sein, denn die Strecken sind nicht zusammenhängend. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist mit 160 km/h abgeschlagen niedrig. Fünf Jahre nach Einführung des ICE kam man nach umfangreichen Untersuchungen zu dem Schluss, dass Deutschland das langsamste Schienenhochgeschwindigkeitssystem der Welt hat.

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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Cmbln » Dienstag 4. Februar 2020, 09:58

Während der TGV die 500 km von Paris nach Bordeaux in 2 h runterreißt wird hier der ICE gefeiert weil er für die 600 km Berlin-München 4 h braucht, und nennt sich auch noch Sprinter! Mit nem schnellen Leihwagen hab ich die Strecke auch schon in 4:20 geschafft. In Deutschland ist nicht das Flugzeug der Konkurrent vom Fernverkehr sondern das Auto!
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Dienstag 4. Februar 2020, 11:49

Meeresbiologe hat geschrieben:
Cmbln hat geschrieben: Der geplante Deutschlandtakt funktioniert nur mit 300 km/h wie man inzwischen errechnet hat!


Und genau daher will man keine ICE4 mehr und versucht aus dem Vertrag anzusteigen und den ICE3 wieder zur bestellen.


Aber das Hauptproblem ist doch das selbst der ICE4 seine 249 kmh kaum ausfahren kann da die Bahn meistens nur 120 oder weniger fahren können da es zu viele Halte gibt zu wenig strecken die mehr als 160 kmh erlauben und zu viel Mischverkehr mit Regios und Güterzüge.

Die Entscheidung wurden Mitte der 80er getroffen und diese Fehlentscheidung recht sich jetzt.

Wenn ich von Berlin nach Köln muss fliege ich 45 min mit verspätung ca 60 min und mit den ICE fahre ich knapp 5 Stunden und 15 min meist aber 6 oder 7 Stunden wegen Verspätung. So bewegt man kein auf die Bahn umzusteigen. Zeit ist Geld.

in Japan Durchschnittsgeschwindigkeit 255,7 km/h
in Frankreich Auf über 2000 Kilometern Länge sind 300 km/h oder mehr erlaubt.
In Deutschland Die Gesamtlänge für Geschwindigkeiten ab 200 km/h aufwärts beträgt nur 800 Kilometer. Von einem Netz kann kaum die Rede sein, denn die Strecken sind nicht zusammenhängend. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist mit 160 km/h abgeschlagen niedrig. Fünf Jahre nach Einführung des ICE kam man nach umfangreichen Untersuchungen zu dem Schluss, dass Deutschland das langsamste Schienenhochgeschwindigkeitssystem der Welt hat.


Wann hörst du endlich mal auf Asien mit Deutschland zu vergleichen!? Wir haben eine komplett andere Infrastruktur und Mentalität, sowie geographische Verhältnisse!
Und immer wieder runterbeten uralter Texte oder Meldungen macht es nicht besser!
Ich habe auf DSO verwiesen, aus gutem Grund.
Hr. Nagl, Vorstand Produktion Fernverkehr DB AG gibt dort recht detailierte Infos.

Der ICE4 bleibt und wird kontinuierlich verbessert (Thema Sitze z.B.).

Und deine Zeiten in Sachen Fliegen hinken!
Denn ich muss:
1. zum Flughafen hin, je nach Lage am Arsch der Welt!
2. vom Flughafen wieder weg, siehe 1.
3. An- und Abreise ggfls. doch wieder mit der Bahn oder mit dem Auto im Stau!
4. Ist die Gesamtreisezeit dann doch wieder fast identisch, aber wesentlich bequemer!

Also noch mal im Klartext "lieber Meeresbiologe":
Erst lesen, dann posten! Nicht einfach nachplappern oder Birnen und Äpfel vergleichen!

Danke!

Eric
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Meeresbiologe » Freitag 7. Februar 2020, 00:20

Genau das ist ja das Problem Deutschland hat sich damals für die Falsche Infrastruktur entschieden nun merken sie aber den Fehler und wollen mehr reine Hochgeschwindigkeitsstrecken Bauen getrennt von Güterverkehr und Regionalzügen.

Der ICE4 wird umgebaut und angeschafft da hast du recht nur die Stückzahl wird geringer als geplant. genau deswegen:
Cmbln hat geschrieben:
Der geplante Deutschlandtakt funktioniert nur mit 300 km/h wie man inzwischen errechnet hat!


1. Bis auf München sind die Flughafen in Deutschland gar nicht so weit weg von der Stadtmitte wie viele oft sagen es sei den man Fliegt nur mit Billigfluggesellschaften.

3.Also ich bin selten im Stau wenn ich zum Flughafen will da sie gut angebunden sind.
4. Also egal welches Ziel ich in Deutschland bisher hatte mit Flugzeug und Auto war ich immer schneller am ziel als mit der Bahn. Ich kann da Cmbln nur zustimmen.

Jedenfalls hat man jetzt erkannt das wenn man mehr Leute zum Zugfahren bringen will etwas an der Reisegeschwindigkeit tun muss. Ich finde gerade Interessant was Jesus dazu schrieb
gleicht der ICE 4 durch eine deutlich bessere Beschleunigung im Vergleich zum ICE 3 wieder aus (0,53 m/s^2 vs. 0,23 m/s^2)
Bei Stärkerer Beschleunigung und Bremsung könnte man da sicher noch was verbessern an den Reisezeiten mal sehen was die Technische Entwicklung da bringt.

Das Thema Mehr geschwindelt durch Neigetechnik scheint ja derzeit erledigt zur sein.

Was auf jeden Fall was bringen wurde wäre weniger halte in kleinstädten. Mehr Express ICEs die durchfahren und dazwischen Lokal ICEs die überall Halten sollte es auf jedenfalls geben.

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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 1. April 2020, 14:04

Wurde das Thema Neigetechnik nicht mehr weiterverfolgt weil die Züge in Deutschland mit Neigetechnik alle dauernd gestört waren (Fehlentwicklung wie viele sagen wurden)und man quasi die Schnauze voll hatte oder wurde Neigetechnik nicht weiter verfolgt weil der Zeit Gewinn zur gering war und die Kosten zu hoch?

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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Mittwoch 1. April 2020, 14:15

Aktiv sind nur noch die 411 und 415 und 612er mit Neigetechnik unterwegs.
Dazu braucht es aber kundiges Personal, geschulte Werkstätten und Strecken, wo die aktivierte
Neigetechnik auch wirklich Vorteile bringt.
Ich bin vor Jahren mal mit einem 612er von Koblenz über die Lahntalbahn bis Giessen gefahren.
Mir war gut schlecht von dem Gewackel, weil es permanent hin und her ging. Als ich danach mal mit
den normalen Dieseltriebwagen daher gefahren bin, wackelte es zwar auch, aber es war deutlich angenehmer.
Dagegen ist der ICE nach Wien (via Nürnberg-Passau) sehr angenehm als Fahrgast.
Man merkt recht wenig, aber die Reisegeschwindigkeit bleibt ICE-typisch.

Letztlich eine Spartenlösung die erhebliche Einschränkungen im Lichtraumprofi bedeutet, teuer im
Unterhalt und Wartung ist und nur auf wenigen Strecken nutzbar und vorteilhaft ist.

Gruß

Eric
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Cmbln » Donnerstag 2. April 2020, 02:47

Was es leider nie gab war die Kombination aus LZB und Neigetechnik, so ist die Höchstgeschwindigkeit dabei von vorne herein auf 160 km/h begrenzt, auch beim ICE-T.
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Robby
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Re: Alles rund um den InterCityExpress (ICE)

Beitragvon Robby » Sonntag 5. April 2020, 22:38

Ruhrpottfahrer hat geschrieben:Ich bin vor Jahren mal mit einem 612er von Koblenz über die Lahntalbahn bis Giessen gefahren.
Mir war gut schlecht von dem Gewackel, weil es permanent hin und her ging.


Die Dinger sind nicht grundlos als Kotzkübel bekannt. Auf vielen Strecken hat man lokbespannte Reisezüge durch den 612 ersetzt, der dann in Mehrfachtraktion verkehrt(e). Neben dem Geschlinger und Getaumel ist es auch das Gedröhne und die dichte Bestuhlung, die das Reisen auf langen Strecken mit diesen Fahrzeugen nicht angenehm für die Reisenden macht. Oft genug damit in zwei Stunden von Regensburg bis Hof und dann vor dort über Plauen bis Chemnitz mit 612ern. Heute kann man von R bis HO mit dem ALX reisen und eine der wenigen Gelegenheiten nutzen, wo man in komfortablen Abteilen auf richtigen Polstern sitzen kann, Licht, Lüftung und Temperatur nach belieben stellen kann - das geht in keinem ICE.